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Auf der Suche nach den guten Seelen: Hilfsmesner suchen Verstärkung

Mesner und Mesnerinnen achten darauf, dass in der Kirche alles seinen richtigen Gang nimmt, sie unterstützen den Pfarrer und haben ein offenes Ohr für die Gläubigen im Dorf. Ihre Aufgaben sind vielseitig und anspruchsvoll, wie drei Hilfsmesner aus Zams erzählen. Sie sind auf der Suche nach Verstärkung. Jemanden zu finden, ist aber gar nicht leicht.

Im Dienst der Pfarre. Heinz Neurauter, Hans Kreuzer und Herbert Vahrner vor „ihrer“ Kirche in Zams.
© Thomas Boehm / TT

Von Theresa Mair

Gelobt sei Jesus Christus. Herbert Vahrner kniet vor dem Altar nieder und betritt mit dem Gruß die Sakristei in der Kirche von Zams. Immer. „Entweder es antwortet jemand, wenn schon wer da ist, oder halt nicht.“ Erst dann knipst der pensionierte Hauptschuldirektor das Licht an und beginnt mit seinen Vorbereitungen für die Messe.

Alle drei Monate ist Vahrner eine Woche lang an der Seite von Pfarrer Herbert Traxl der Herr im Gotteshaus. Wenn Heinz Neurauter und Hans Kreuzer mit ihrer Mesner-Woche dran sind, tun sie dasselbe. Sie schalten die Tonanlage ein, richten Kelch, Hostien und Messwein her, drehen die Heizung der Kirchenbänke an – aber erst frühes­tens 15 Minuten bevor die Messe beginnt, wie ein Zettel an der Tür des Mesnerkastls erinnert – und zünden die Kohle im Räucherfass und die Kerzen in der Kirche an. Sie läuten die Glocken, wenn jemand stirbt und während der Wandlung bei den Sonntagsgottesdiensten. „Immer dann, wenn die Glocken nicht automatisch läuten.“

📽️ Video | Mesner gesucht

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