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Wirbel um „unseriösen Verkauf“ der alten Musikschule in Wörgl

Wörgl schreibt die alte Musikschule zur Veräußerung aus, der Käufer dürfte bereits feststehen. Geplant wird seit Jahren hinter verschlossenen Türen. Diese Tatsache und Nutzungspläne stoßen sauer auf.

Für das denkmalgeschützte Gebäude in der Brixentaler Straße 1 wird ein Käufer gesucht.
© Hrdina

Von Jasmine Hrdina

Wörgl – Ein „Skandal“, „dubios“ und „intransparent“. Diese Vorwürfe von Mandataren galten Wörgls Stadtregierung rund um BM Hedi Wechner bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend. Anlass dazu gaben die Pläne für die Nachnutzung des alten Musikschulgebäudes, das nun verkauft werden soll. Die Kritik: Seit zwei Jahren wird hinter verschlossenen Türen mit einem privaten Investor verhandelt und konkret geplant. Der potenzielle Neubesitzer steht also bereits vor der öffentlichen Ausschreibung des Objekts fest. Es handelt sich um jenen Unternehmer, der bereits große Areale neben der Kirche erworben hat und damit Wörgls Zentrum bedeutend verändern könnte.

Während dessen Pläne, in der alten Schule einen Gastrobetrieb anzusiedeln, noch aktuell zu sein scheinen, wurden jene von BM Wechner für die öffentliche Sitzung durchkreuzt: Sie hätte die Veräußerung des Gemeindebesitzes lieber im vertraulichen Teil – unter Ausschluss der Öffentlichkeit – behandelt. Zu wenige Mandatare stimmten letztlich für die Verlegung. „Zahlen und Fakten werde ich aber nicht vorlesen“, enthielt Wechner den anwesenden Bürgern im Zuschauerraum dann aber Informationen wie den Verkehrswert der Liegenschaft – 700.000 Euro laut Gutachten – vor.

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