Verbindung in Schwazer Altstadt wird bald offen sein

Letzte Arbeiten im Innenhof der Bezirkshauptmannschaft Schwaz laufen auf Hochtouren.

Der Innenhof der BH Schwaz wurde zum innerstädtischen Veranstaltungsort umgebaut und soll in Kürze wieder zugänglich sein.
© Stadt Schwaz

Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz – Seit Tagen wird bereits gemunkelt, dass in Schwaz „endlich“ der neue Innenhof der Bezirkshauptmannschaft wieder geöffnet werden soll. Seit etwas über eineinhalb Jahren ist der beliebte Durchgang vom Einkaufszentrum Stadtgalerien zur Altstadt gesperrt. Grund dafür sind die umfangreichen Umbauarbeiten am BH-Gebäude und am Innenhof.

„Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Es fehlt nur mehr ein Geländer im Innenhof“, heißt es seitens der Pressestelle des Landes Tirol. Sobald das geliefert und montiert wurde, soll der Platz auch geöffnet werden. Der BH-Innenhof wurde teils überdacht, saniert und zu einer Art Veranstaltungsplatz umgerüstet. Zudem ist nun von dort auch die städtische Tiefgarage barrierefrei per Lift erreichbar. Da der Innenhof als Nord-Süd-Achse aus städtebaulicher Sicht eine besondere Verbindung darstellt, hat die Stadtgemeinde bei der Sanierung des Platzes mitgeplant und auch mitfinanziert. Insgesamt eine Million Euro stellte die Silberstadt dafür bereit. Auf ihre Initiative hin sind so ein Pavillon für Musikveranstaltungen sowie eine öffentliche Toilette entstanden. Beim Baustart 2019 wurde zudem der Name des neugestalteten Innenhofs festgelegt: Maximilianplatz. „Wir freuen uns sehr, dass mit dem Maximilianplatz die wichtige Verbindungsachse zwischen Stadtgalerien und Altstadt nun zu einem attraktiven Ort der Begegnung geworden ist“, sagt Bürgermeister Hans Lintner.

Die Umbau- und Erweiterungsarbeiten am Bestandsgebäude der Bezirkshauptmannschaft dauern noch an. Bis Juni 2022 soll alles fertig werden. Rund 9 Millionen Euro investiert das Land Tirol für das Gesamtprojekt. Eine Besonderheit soll laut Bezirkshauptmann Michael Brandl das „zeitgemäße, direkt erreichbare Bürgerservice im Erdgeschoß“ werden. Man wolle damit die dienstleistungsorientierte, bürgernahe Verwaltung verbessern. Neben der Erneuerung der gesamten Verkabelung im Haus und Anpassung der IT-Infrastruktur ist zudem ein Multifunktionsraum mit Notstromaggregat geplant, der im Bedarfsfall auch als Katastropheneinsatzraum dienen soll. Aber auch das Thema Energieautonomie wird angegangen. Mit einer Photovoltaikanlage am Dach soll die Bezirkshauptmannschaft mit Vorbildwirkung teilweise zum Selbstversorger werden.

Eine halbe Million aus dem Budget fließt in ein neues Sicherheitskonzept. Die BH Schwaz wird laut Land zum Pilotpartner der Bezirkshauptmannschaften in Sachen Sicherheit in Amtsgebäuden. Dazu werden beim Haupteingang eine Portierloge sowie Alarmierungs- und Überwachungseinrichtungen eingeplant.


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