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Massive Bauschäden: FAG müsste Schloss Weißenstein kernsanieren

Die von der Felbertauernstraße AG geplante Sanierung von Schloss Weißenstein dürfte ins Geld gehen. Schloss in "desolatem Zustand".

Das Schloss Weißenstein ist schwer sanierungsbedürftig.
© Oblasser

Von Max Strozzi

Matrei i. O. – Die Felbertauernstraße AG (FAG), die dem Bund (ca. 60 Prozent), dem Land Tirol (37 Prozent) und mehreren Gemeinden gehört, hat vor knapp einem Monat verkündet, das Schloss Weißenstein in Matrei in Osttirol samt 15 Hektar Grund zu erwerben – die TT berichtete. Vor allem die NEOS kritisieren den Deal und fragen sich, warum ein Straßenerhalter im Besitz der öffentlichen Hand ein Schloss kauft. FAG-Chef Karl Poppeller begründete den Kauf damit, sich Grundflächen als Tauschgeschäft für etwaige Schutzbauten sichern zu wollen. Und die FAG wolle das Bauwerk sanieren und für die Öffentlichkeit als Ausflugsziel zugänglich machen.

Eine solche Sanierung dürfte aber ziemlich ins Geld gehen. Laut einem Gutachten vom vergangenen Februar, in dem der Verkehrswert der Immobilie ermittelt wurde, wird von einer „zwingend notwendigen Kernsanierung“ des Schlosses ausgegangen. Laut dem Gutachten ist das Schloss samt den umliegenden Flächen rund 1,86 Millionen Euro wert. Das Objekt sei aber „insgesamt in einem desolaten Zustand“. So habe sich beispielsweise eine Umschließungsmauer am Seinzgerturm 30 bis 40 Zentimeter nach außen geneigt. 2018 wurde daher u.a. ein am Schloss vorbeilaufender Wanderweg behördlich gesperrt, „weil Teile des Mauerwerks jederzeit abbrechen bzw. talwärts kippen können und somit Gefahr im Verzug ist“.

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