Innsbruck reagiert auf zu gut besuchte Almen: Gastgärten gesperrt

Auch die teilweise geschlossenen Almen waren trotz Lockdowns gut besucht. Zu gut für die Stadtregierung, die jetzt die Gastgärten sperren ließ.

Die Gastgärten der Innsbrucker Almen sind ab jetzt Sperrgebiet. Auf der Wiese sitzen ist aber weiterhin möglich.
© Rudy De Moor

Innsbruck – Strahlender Sonnenschein und Temperaturen um die 15 Grad: Für Tausende Ausflügler ideale Bedingungen, um am Wochenende auf die Nordkette zu radeln oder zu wandern. Auch die teilweise geschlossenen Almen waren trotz Lockdowns gut besucht. Zu gut für die Stadtregierung, die jetzt die Gastgärten sperren ließ.

Auf der Terrasse der derzeit nicht bewirtschafteten Arzler Alm war Sonntagmittag beispielsweise kein einziger Tisch frei. Für Babyelefanten blieb nur wenig Platz. Daran konnten auch die vom Wirt aufgestellten Absperrungen an den Eingängen des Gastgartens nichts ändern. „Wir haben das schon befürchtet und bieten bewusst nichts an, weil sich das kaum kontrollieren lässt“, sagt Alm-Chef Alexander Hulak.

„Take away – und ab zur Liegewiese" auf manchen Almen

Auch andere Almen waren am Wochenende gut besucht. Und teils bewirtschaftet. So bietet die Bodensteiner Alm derzeit völlig legal Essen zum Mitnehmen an. „Take away – und ab zur Liegewiese“, heißt es auf der Facebook-Seite der Alm. Im Gastgarten durften Bier und Knödel nicht konsumiert werden.

Das Treiben auf den und um die Almen ist auch der Stadtregierung nicht verborgen geblieben. „Wir haben schon am Freitag Fotos von der MÜG erhalten, die den Andrang dokumentieren“, bestätigt Vizebürgermeister Johannes Anzengruber. Um die Einhaltung der Covid-Maßnahmen zu gewährleisten, sei es notwendig, die städtischen Almen und die dazugehörigen Freibereiche zu sperren, heißt es in einer Aussendung von BM Georg Willi und seinem Vize: „Bei Nichtbeachtung drohen Strafen.“

Aber auch die Inn­promenade bei der Uni („Sonnendec­k“) ist im Fokus der Behörden. Mehrmals täglich patrouilliert dort die Polizei und fordert die jungen Besucher auf, Abstand zu halten. „Es mussten dort bereits Strafe­n ausgesprochen werden“, weiß Anzengruber (VP). (tom)


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