Erstmals mehr als zehn Millionen Corona-Infektionen in USA

Die USA durchbrechen nach Zählung der Nachrichtenagentur Reuters als erste Nation die Marke von zehn Millionen Corona-Infektionen. Allein in den letzten zehn Tagen verzeichneten die Vereinigten Staaten rund eine Million Fälle, die höchste Infektionsrate seit dem ersten Fall im Bundesstaat Washington. Mehr als 237.000 Amerikaner sind an Covid-19 gestorben. Insgesamt sind weltweit inzwischen mehr als 50 Millionen Menschen infiziert worden und mehr als 1,25​ Millionen gestorben.

In Brasilien stieg die Zahl der bekannten Infektionen unterdessen um 10.554 auf insgesamt mehr als 5,66 Millionen. Das Gesundheitsministerium gab zudem 128 weitere Todesfälle bekannt. Im Zusammenhang mit dem Virus sind demnach in dem lateinamerikanischen Land offiziellen Angaben zufolge 161.397 Menschen gestorben.

Die Gesundheitsämter in Deutschland vermeldeten 13.363 neue Corona-Infektionen. Das sind rund 2.650 Fälle weniger als am Sonntag, wie aus Angaben des RKI vom Montag hervorgeht. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen aber meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Montag war die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 12.097 gelegen.

Ungarn reagiert indes mit weiteren Maßnahmen auf steigende Zahlen im Land. Verschärft werden soll u. a. die Ausgangssperre, wie Premier Viktor Orban auf seiner Facebook-Seite bekannt gab. Angeordnet wird auch ein totales Versammlungsverbot. Nach den neuen aktuellen Fallzahlen verstarben in den vergangenen 24 Stunden 53 Menschen, 5.162 Neuinfizierte wurden verzeichnet. 6.061 Kranke befinden sich im Spital, 415 werden künstlich beatmet. In Quarantäne sind 36.356 Menschen.

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In der Slowakei haben mehr als zwei Millionen Menschen am Samstag und Sonntag neuerlich an Corona-Massentests teilgenommen. Die Regierung in Bratislava zog am Montagnachmittag eine zufriedene Bilanz der auch international beispiellosen Aktion. Alle über zehn Jahre alten Bewohner des 5,5 Millionen Einwohner zählenden EU-Landes sollten an zwei Wochenenden einem Antigen-Schnelltest unterzogen werden. Nur 0,66 Prozent der Tests seien an diesem Wochenende positiv ausgefallen, berichtete der für die Durchführung zuständige Verteidigungsminister Jaroslav Nad.

In Italien wächst angesichts zunehmender Infektionszahlen die Sorge wegen einer Überbelastung des Gesundheitssystems, insbesondere im Süden des Landes. Dieses werde nicht mehr lange in der Lage sein, die zunehmende Zahl auf den Intensivstationen zu bewältigen. Viele Krankenhäuser seien gezwungen, Nicht-Corona-Patienten abzuweisen, befürchtet der Ärzteverband.

Der Iran meldete erneut einen Höchstwert an Corona-Neuinfektionen. Binnen eines Tages gab es über 10.000 Fälle. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag gab es im gleichen Zeitraum 458 Corona-Tote.

Unterdessen warnte der WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus vor einer Ermüdung im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die Menschen seien vielleicht des Virus „müde“, doch das kümmere das Virus nicht, sagte Tedros am Montag zu Beginn der virtuellen Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation. „Wir können weder mit ihm verhandeln, noch unsere Augen verschließen und hoffen, dass es verschwindet“, fügte er hinzu.


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