Brücke über Inn in Terfens wurde in Rekordtempo fertig

Beim Neubau der Terfener Innbrücke war die Asfinag sechs Monate schneller als geplant.

Seit 2017 wird an der neuen Terfener Innbrücke gebaut. Die Kosten für Abriss und Neubau samt Behelfsbrücke liegen bei 41 Mio. Euro.
© Asfinag

Terfens – Verwundert und etwas verunsichert fuhren kürzlich die Pendler über die Terfener Innbrücke. Denn seit November 2017 war dort eine Baustelle. Aus purer Gewohnheit bremst so mancher noch immer kurz vor der Brücke ab. Doch die Baustellenschilder sind weg, ebenso wie die 60er-Tafeln. Und das, obwohl das prognostizierte Bauende erst in einem halben Jahr wäre.

„Die Hauptarbeiten zur Neuerrichtung der Terfener Innbrücke sind beendet“, heißt es nun seitens der Asfinag. Dass man in Rekordzeit zwei neue Brücken – je eine pro Fahrtrichtung – fertigstellen konnte, das freut vor allem die Autofahrer. Denn die Baustelle wurde in der Vergangenheit immer wieder zum Staupunkt. Nun heißt es wieder: freie Fahrt.

Seit Montag gibt es keine Verkehrsbehinderungen mehr auf diesem Abschnitt der Inntalautobahn. Und das, obwohl die Asfinag im Juli noch von der Fertigstellung 2021 ausging. Dazu kam, dass die Baustelle ­aufgrund von Corona für zwei Wochen heruntergefahren werden musste. „Über sechs Monate weniger Bauzeit bis zur Verkehrsfreigabe – das ist schon eine überragende Leistung aller Beteiligten. In erster Linie profitieren natürlich die Verkehrsteilnehmenden davon. Nicht nur vom früheren Abschluss der Arbeiten auf den Brücken, sondern vor allem von einer modernen, neuen Innbrücke bei Terfens“, so Asfinag-Bau-­Geschäftsführer Andreas Fromm und Asfinag-Alpenstraßen-Geschäftsführer Stefan Siegele.

Rund 41 Millionen Euro wurden in den Neubau der Brücke investiert. Inkludiert in die Kosten war auch eine eigene Behelfsbrücke, damit auf der Autobahn stets in beide Richtungen in je zwei Spuren gefahren werden konnte. In den vergangenen Wochen wurden die Fahrbahnübergänge eingebaut, die Brücke abgedichtet, die Randbalken und der Fahrbahnbelag hergestellt sowie die neuen Rückhaltesysteme montiert. Nun stehen noch einige ­Bauarbeiten abseits der Fahrbahn an, wie etwa Renaturierungen. (TT, emf)

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