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Wochenbettdepression: Du wirst es lieben, haben sie gesagt

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Schuldgefühle und tiefe Traurigkeit empfinden Mütter mit einer Wochenbettdepression. Eine Spezialambulanz für Betroffene ist geplant.

Von Nicole Strozzi

Sie hatte sich alles so schön ausgemalt. Das Baby war ein absolutes Wunschkind. Was dann kam, hätte sich die junge Mutter, die lieber anonym bleiben möchte, niemals gedacht. „Die Geburt war schlimm, das Stillen klappte nicht, ich war nervös und überfordert mit der neuen Situation“, erzählt die Mittdreißigerin.

Ich fühlte mich angekettet, war traurig, überfordert und vermisste mein altes Leben.
Anonym, betroffene Mutter

Am Anfang hätten sie und ihr Mann sich noch irgendwie durchgewurstelt. Aber nach einem halben Jahr schlich sich das Gefühl der Verzweiflung dauerhaft in ihr Leben. „Ich liebte mein Kind, dennoch vermisste ich mein Leben, meinen Job, meine Figur, meine Freiheit. Ich fühlte mich angekettet, litt unter Schlafmangel, versackte in meinen Jogginghosen. Ich hatte das Gefühl, nicht mehr ich selbst zu sein, war so unendlich traurig, freudlos und zeitgleich plagte mich das schlechte Gewissen“, schildert die Tirolerin.

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