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Roter Veltliner ist zurück: Der saure Wein wird nun plötzlich süß

Der Rote Veltliner wäre durch neue Anbautechniken fast von der Bildfläche verschwunden. Nun ist der Weißwein wieder in aller Munde.

Josef Fritz setzt seit über 30 Jahren auf den Klassiker.
© Josef Fritz

Von Manuel Lutz

Hört man vom Roten Veltliner, meinen viele, es handelt sich um eine Verwechslung mit dem Grünen Veltliner, dem wichtigsten Weißwein in Österreich. Wenig verwunderlich, wäre der Namensvetter doch fast ausgestorben. „Der Rote Veltliner hat sich vor 30 Jahren zurückgekämpft, das ist das Verdienst von ein paar Winzern, allen voran Josef Mantler. Mit dem Grünen Veltliner hat der Wein aber nichts zu tun, er ist kein Verwandter“, weiß Weinbauer Josef Fritz vom Wagram in Niederösterreich.

Vor 100 Jahren war der Weißwein – den Namen Roter Veltliner verdankt der Wein seiner roten Beerenhaut – noch typisch für die Region nördlich der Donau. Denn heiße sowie trockene Standorte mit nährstoffreichen Böden sind ideal für die Rebsorte, die durch ihre Pigmentierung hitzeresis­tent ist. „Karge Böden und feuchte Regionen sind eine Gefahr, da die Beerenhaut sehr dünn ist. Regnet es zu viel, platzt die Haut auf“, erklärt Fritz.

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