FPÖ-Bezirksobmann fordert Offensive für Zukunft im Lechtal

FPÖ-Bezirksobmann Fabian Walch fordert ein Paket an Maßnahmen zum Erhalt des ländlichen Raumes. Investitionen in den Tourismus greifen für ihn zu kurz.

Viel wird derzeit über die Zukunft des Lechtales diskutiert. Die Freiheitliche­n vermissen Chancen und Perspektiven.
© Tschol

Bach – Auf die Ausdünnung des Lechtals wies der Geschäftsführer der Regionalentwicklung Außerfern (REA), Günter Salchner, kürzlich hin. Er ortet das Aussterben der Seitentäler ab 2050, die Ortschaften im Tal könnte es Anfang des nächsten Jahrhunderts treffen. Für ihn ist klar: Das Tal muss in den Tourismus investieren, um Arbeitsplätze und Infrastruktur zu erhalten und eine Abwanderung zu verhindern (die TT berichtete).

Für den freiheitlichen Bezirksobmann Fabian Walch greift dies zu kurz. „Zum einen bin ich froh, dass nun zumindest auch von anderen das Problem erkannt wurde. Viele Gemeinden im Lechtal sind in ihrer Existenz bedroht – das muss klar benannt werden. Das betrifft aber nicht nur kleine Gemeinden wie Gramais oder Kaisers, sondern im Prinzip alle Gemeinden im Lechtal“, zeigt sich Walch, der selbst aus Bach stammt, besorgt.

Vorgehen des Landes "schizophren"

Bezüglich der Analyse zum Tourismus ist Walch mit Salchner einer Meinung, allerdings mit anderen Lösungsansätzen. „Den Tourismus zu stärken, halte ich für wichtig und richtig. Jedoch wird das vonseiten der Grünen massiv torpediert. Der Angriff auf die Motorradfahrer war nur der jüngste Angriff und das Vorgehen des Landes hierzu kann man durchaus als schizophren bezeichnen“, spart Walch nicht mit Kritik.

Für ihn ist klar, dass es eine Investitionsoffensive mit dem klaren Ziel der Bewahrung des bedrohten ländlichen Raumes benötigt. „Die beiden Hauptprobleme sind niedrige Geburtenraten und Abwanderung in den Zentralraum aufgrund mangelnder Perspektiven. Aus diesem Grund braucht es ein Maßnahmenbündel, etwa für den Ausbau der Infrastruktur, Dezentralisierung, Gemeindekooperationen, Kinderbetreuungseinrichtungen, Bildungsangebot, Breitbandausbau, Freizeitgestaltungsmöglichkeiten, Unterstützung der Vereine, Förderung der Individualmobilität und vieles mehr.

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Hier passiert viel zu wenig“, so Walch, und weiter: „Daneben braucht es ein klares Bekenntnis zur Familie mit entsprechender Förderung. Auch die Stärkung des Lokalpatriotismus ist wichtig, um einer Abwanderung entgegenzuwirken. Das funktioniert aber nur in Kombination mit den anderen Maßnahmen, die den Bürgern auch die Chancen zur Selbstverwirklichung bieten.“ (TT, fasi)


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