Richtig Heizen: Wo Feuer ist, muss nicht auch Rauch sein

Heizen will gelernt sein. Mit ein paar Tricks gelingt das jedem Haushalt. Falsches Heizen belastet nicht nur die Luft, sondern kann auch Strafen nach sich ziehen.

Franz Jirka, Innungsmeister der Rauchfangkehrer, demonstriert mit Holz von Andreas Meister (Verein Tiroler Ofenholz) in Fulpmes, wie ein Feuer gemacht wird. Bruno Oberhuber (Energie Tirol, r.) gefällt’s.
© Daum

Innsbruck – Ein Ofen spendet Wärme und verströmt Geborgenheit. In der kalten Jahreszeit wird in Tirols Stuben und Wohnzimmern wieder fleißig eingeheizt – am liebsten mit Holz. Doch wie man das richtig und damit effizient sowie umweltschonend macht, ist nicht jedem bewusst. „Vor allem die jüngere Generation, die nicht mehr mit einem Ofen aufgewachsen ist, hat hier Nachholbedarf“, erklärt Franz Jirka, Innungsmeister der Rauchfangkehrer. Falsches Einheizen oder die Verwendung ungeeigneter Brennstoffe sind nicht nur ineffizient, sondern verschlechtern auch die Luftqualität massiv.

Mit der Initiative „Richtig heizen mit Holz“ will Energie Tirol Abhilfe schaffen. „Ein hochwertiger Ofen ist die Basis“, erklärt Bruno Oberhuber, Geschäftsführer von Energie Tirol. Dann komme es natürlich aufs Material an. „Das Holz muss trocken, also mindestens zwei Jahr­e gelagert, und naturbelassen sein“, sagt Oberhuber. Der Brennstoff soll immer von oben angezündet werden – nicht von unten, wie es vielfach gemacht werde. Und schließlich ist auf ausreichende Luftzufuhr zu achten. „Wird richtig geheizt, entsteht auch kaum Rauch“, betont Oberhuber.

Falsches Heizen "kein Kavaliersdelikt"

Im besten Fall kommt der Brennstoff vom Holzbauern aus der Region. Der Verein Tiroler Ofenholz liefert geeignetes Holz, portioniert im Karton, „bis zur Ofentür“, wie Andreas Meister, der im Großraum Innsbruck Holz ausliefert, sagt. An den heimischen Brennstoff komme nichts anderes heran, versichert Meister.

Die passende ökologische Anzündhilfe liefert die Lebenshilfe, die ebenfalls in das Projekt der Energie Tirol eingebunden ist.

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Das Land Tirol unterstützt die Initiative. Für das gesetzt­e Ziel, Tirol bis zum Jahr 2050 energieautonom zu machen, brauche es vor allem in den privaten Haushalten energie­effiziente Wärmebereitstellung, zeigt Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe auf.

Franz Jirka betont, dass falsches Heizen kein Kavaliersdelikt sei und im schlimmsten Fall sogar zu Geldstrafen führen könne. „Aber so weit lassen wir es mit unseren Tipps gar nicht erst kommen“, so Jirka. (dd)


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