Strengere Maßnahmen in Venetien und Friaul

Die drei norditalienischen Regionen Venetien, Friaul Julisch Venetien und Emilia Romagna führen strengere Anti-Covid-Maßnahmen ein. So dürfen Bürger in Parkanlagen Sport nur dann betreiben, wenn ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden kann. Märkte werden geschlossen. In Supermärkten sollen Bürger über 65 Jahren in den ersten zwei Öffnungsstunden vorgelassen werden.

In den Schulen sind Sport- und Gesangsunterricht sowie das Spielen von Blasinstrumenten verboten. Einkaufszentren sind an Wochenenden geschlossen. Sonntags sind alle Shops mit Ausnahme von Lebensmittelgeschäften, Apotheken und Trafiken gesperrt. Öffentliche Verkehrsmittel müssen die Plätze von 80 auf 50 Prozent reduzieren. Sportevents kann man nur besuchen, wenn man innerhalb der vergangenen 72 Stunden negativ getestet wurde. Die Maßnahmen gelten von Samstag bis zum 3. Dezember.

Damit wollen die Präsidenten der drei Regionen vor allem Ansammlungen vermeiden, nachdem am vergangenen Wochenende Strände und Parks überfüllt waren. „Wir rufen die Bürger zu einigen Opfern auf, damit unsere Region nicht zur ‚roten Zone‘ erklärt wird“, sagte der Präsident Venetiens, Luca Zaia, am Donnerstag.

In Italien ist am Mittwoch die Schwelle von einer Million Coronavirus-Fälle seit Beginn der Epidemie im Februar überschritten worden. Die Zahl der Infizierten seit 20. Februar stieg am Mittwoch auf 1,028.424, teilte das Gesundheitsministerium mit. Am Mittwoch gab es erneut einen starken Anstieg der Todesopfer: 623 wurden binnen 24 Stunden verzeichnet, das ist der höchste Stand seit 11. April. Am Vortag waren es 578. Die Zahl der Neuinfizierten in 24 Stunden sank gegenüber Dienstag von 35.098 auf 32.961.


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