Minis wanderlustiges Wohnzimmer

Mit der futuristischen Studie Mini Vision Urbanaut regen die Briten verschiedene Nutzungsmöglichkeiten eines Fahrzeugs an.

Eine großzügig dimensionierte seitliche Schiebetür gibt den Blick frei auf den Wohnsalon im Urbanaut.
© Mini

Von Markus Höscheler

München –Auf den ersten Blick erscheint die Studie Mini Vision Urbanaut wie eine Art Mini-Bulli, also eine Art Großraumlimousine im Kleinformat. Kaum vorhandene Überhänge, eine eher flach ansteigende Windschutzscheibe, eine horizontal gerade Dachlinie und ein sehr steiler Heckabschluss dokumentieren Van-artige Überlegungen für das 4,46 Meter lange Fahrzeug.

Für die Gestaltung des Innenraums waren drei Leitmotive – so genannte Mini Moments – maßgeblich: Eines orientierte sich am Motto „Chill“, ein zweites am Motto „Wanderlust“, ein drittes am Motto „Vibes“. Das Thema Mobilität lässt sich im Übrigen nur der „Wanderlust“ unterordnen, einerlei, ob sie autonom oder selbstgefahren erfolgt. Für beides sei die Vision tauglich, denn per Knopfdruck lassen sich Pedalerie und Lenkrad herausfahren oder wieder automatisch verstauen.

Eine geöffnete Windschutzscheibe lässt laut Mini einen „Street Balcony“ entstehen, der die Kommunikation mit Passanten ermöglicht.
© Mini

Wer den Urbanaut im Chill-Modus verwenden möchte, der kann sich ihn als entspannenden Rückzugsort bzw. als Ort zum konzentrierten Arbeiten gestalten. Und bei Vibe geht es schließlich darum, die „gemeinsame Zeit mit anderen Menschen in den Vordergrund“ zu rücken, „in all ihren Facetten“, wie Mini-Design-Leiter Oliver Heilmer erklärt.

Grundsätzlich ist der Urbanaut als viersitziges Elektroauto ausgelegt – das aber in vielerlei Hinsicht höchste Variabilität ermöglicht. So kann die Frontscheibe geöffnet werden, um einen „Street Balcony“ zu schaffen, der wiederum die Kommunikation mit Passanten ermöglicht. Das Armaturenbrett senkt sich ab und erlaubt in der Folge die Kreation einer Sitzecke („Daybed“). Und im Fondbereich lädt eine Sitzbank („Cosy Corner“) zum Verweilen ein. Grundsätzlich erleichtert eine sehr breite Schiebetür auf der Seite den bequemen Ein- und Ausstieg in das Fahrzeug. Bemerkenswert: Weitere Türen auf der Fahrer- und Beifahrerseite sind nicht vorgesehen – was einer Revolution in der heutigen Pkw-Welt gleichkäme.

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Bis zu vier Sitzplätze sind im Urbanaut vorgesehen.
© Mini

Die zuvor beschriebenen Mini Moments lassen sich mit einem so genannten Token aktivieren – und die Mini-Visionäre denken bereits weiter, etwa an einen individuell einstellbaren und programmierbaren My Mini Moment. Hiermit ließen sich unter anderem Duft, Ambiente-Beleuchtung, musikalische Untermalung und vieles mehr konfigurieren.


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