Volkswagen: So sportlich war noch kein Tiguan

Erste TT-Ausfahrt in Tirol mit dem 320 PS starken R-Modell des überarbeiteten Kompakt-SUV von VW.

Stattliche Erscheinung: der facegeliftete Tiguan mit Dynamik versprechenden R-Design-Elementen.
© TT/Höscheler

Von Markus Höscheler

Innsbruck – Gefehlt hat diese sportliche Motorisierung nicht, wenn wir uns die Absatzzahlen des Tiguan vor Augen halten: Vom Kompakt-SUV hat Volkswagen im Vorjahr 911.000 Einheiten weltweit abgesetzt – kein anderes Markenmodell war 2019 erfolgreicher. In diesem Jahr hat sich VW dreierlei vorgenommen: erstens den Tiguan modernisieren, zweitens einen Plug-in-Hybridantrieb spenden, drittens ein sportliches Topmodell erstmals anbieten. Dabei handelt es sich um den Tiguan R, bestückt mit einem 320 PS starken Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner, der ab 2100 Umdrehungen/Minute ein maximales Drehmoment von 420 Newtonmetern erzeugt.

Versehen ist das Fahrzeug zudem mit einer Siebengang-Doppelkupplung und einem erweiterten 4Motion-Allradantrieb, der mit radselektiver Momentensteuerung an der Hinterachse für noch mehr Fahrfreude in zügig gefahrenen Kurven sorgt. In der Tat sorgt der Tiguan R bei seinem ersten Auftritt in Tirol für Furore: Auf mächtigen 19-Zöllern rollend, mit eleganten R-Designelementen verziert – und mit einem stürmischen Ottomotor bewehrt. Das Aggregat verfügt über die gebotene Laufruhe, ist gleichwohl sehr wachsam, wenn es um Änderungen der Gaspedalstellung geht. Die Gasannahme erfolgt spontan, auch die speziell für größere Drehmomente entworfene Doppelkupplung ist weitestgehend aufmerksam.

Der Durchzug des Triebwerks ist enorm, der Tiguan R stürmt zügig nach vorn und bleibt stabil, was das Fahrwerk betrifft. Dieses kann recht straff wirken, lässt sich aber über die breit gefächerte Fahrprofilauswahl komfortabler ausrichten, wenn der Fahrer oder die restlichen Insassen es wünschen. Besonders „giftig“ wirkt der Tiguan R im so genannten Race-Modus (über eine R-Taste am Multifunktionslenkrad aktivierbar).

Einen guten ersten Eindruck hinterlassen hat jedenfalls die Progressivlenkung, die mit einem variierenden Übersetzungsverhältnis arbeitet. Je schneller der Tiguan R unterwegs ist, desto direkter wird übersetzt – was fahrdynamische Erlebnisse fördert und bei langsam gefahrenen Passagen (etwa beim Einparken) ein leichtgängiges Lenken ermöglicht.

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Bei aller Athletik-Ausrichtung beherrscht der Tiguan R ein hohes Maß an Alltagstauglichkeit, wie das wertvolle Interieur, die angenehmen Platzverhältnisse in beiden Sitzreihen und das recht große Ladeabteil (615 Liter, bei umgelegten Rücksitzlehnen sind es 1655 Liter) belegen.


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