0:3 gegen Zweitligist BW Linz: Reichenau war guter Verlierer

Für Tirols Regionalligist SVG Reichenau war in der zweiten ÖFB-Cuprunde beim 0:3 gegen Zweitligist BW Linz Endstation. Es wäre aber durchaus mehr drinnen gewesen.

Der erste Schuss, der gegen eine Reichenauer Cup-Sensation sprach – BW-Torjäger Fabian Schubert (l.) knallte einen indirekten Freistoß unter die Latte.
© Michael Kristen

Von Alex Gruber

Innsbruck – Beim Cup-Geisterspiel zählten am Samstag jene treuen Reichenauer zu den Glücklichen, die einen Ordner-Dress ergatterten. Sie hatten freie Sicht. Andere Eingefleischte machten sich am westlichen Hügel breit, um Blicke auf den Cupfight zu erhaschen.

Der Unterschied zwischen den Tabellenvierten der zweiten Liga und dem Innsbrucker Regionalligisten machte sich im ersten Durchgang vor allem in der Endzone sichtbar. Denn während BW-Linz-Torjäger Fabian Schubert einen indirekten Freistoß unter die Latte knallte (0.1/15.) und einen Abstauber (0:2/26.) nutzte, ließen Manuel Kovatsch (22.) und insbesondere Philipp Thurnbichler (35.) nach schönem Miskovic-Pass große Chancen für die Hausherren aus. Und warum Tirols Bundesliga-Schiedsrichter Walter Altmann bei einem Foul an dem durchbrechenden Reichenauer Mario Kleinlercher weiterspielen ließ, was folgerichtig Torraub und Rot bedeutet hätte, erzeugte in Minute 36 auch eine schiefe Optik. „Ob das nicht eine Rote war“, stellte Reichenau-Coach Gernot Glänzer zu Recht in den Raum.

ÖFB Cup

2. Runde:
 Reichenau – BW Linz 0:3 (0:2). Tore: Schubert (15., 26.), Mitrovic (52.).
 Reichenau: Torggler; Caria (32., Oberwalder/55., Durmus), Waldy, Glänzer, Pitlt; Wibmer (71., Koni); Kraxner, Miskovic, Kovatsch, Kleinlercher (71., Rauth), Thurnbichler.



Allerheiligen – Amstetten 0:1 n. V.


Die Gastgeber, denen der Langzeit-Coach ein durchaus passendes 4-1-4-1-Korsett verpasst hatte, starteten auch couragiert in den zweiten Durchgang, der Treffer (Mitrovic/0:3/52.) fiel aber erneut auf der anderen Seite. Damit war die Messe gelesen. BW Linz darf sich im Achtelfinale auf ein Ligaduell gegen Kapfenberg freuen.

„Es war ein guter Abschluss. Man darf nicht jammern. Wenn man bedenkt, wie sie den FC Wacker (4:0-Sieg am Tivoli) vorgeführt haben, können wir zufrieden sein“, schloss Glänzer mit einem Fußball-Herbst, der nicht zuletzt wegen Corona „anstrengend“ war.


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