Japan und IOC sicher: Sommerspiele in Tokio finden statt

Die wegen der Corona-Pandemie auf 2021 verlegten Olympischen Spiele in Tokio sollen wie geplant ausgetragen werden. Darauf verständigte sich der Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, mit dem japanischen Ministerpräsidenten Yoshihide Suga in Tokio. Beide posierten mit Mundnasenschutz für die Fotografen - eine öffentlichkeitswirksame Szene, die angesichts wachsender Zweifel an der Durchführbarkeit der Spiele in Japan Standhaftigkeit vermitteln soll.

Er sei entschlossen, die Spiele im kommenden Jahr in der Hauptstadt seines Landes auszurichten, als „Beweis, dass die Menschheit das Virus besiegt hat“, sagte Suga nach dem Treffen zu Reportern. Bach dankte Suga für dessen Engagement. Es war das erste Treffen der beiden seit Sugas Wahl zum neuen Regierungschef Mitte September. Der 66-jährige Bach ist erstmals seit der Entscheidung für eine Olympia-Verschiebung im März wieder in der japanischen Hauptstadt zu Gast. Die Ausrichter wollen dieser Tage die aktuellen Pläne für die Sommerspiele und die Paralympics überprüfen.

Bach traf sich am Montag auch mit Tokios Gouverneurin Yuriko Koike, für Dienstag stehen Besuche im Olympischen Dorf und im Olympiastadion sowie Gespräche mit Athleten an. Koike hofft stark auf ausländische Zuschauer. Tokio unternehme die äußersten Anstrengungen, die Spiele sicher zu machen und Zuschauer aus aller Welt willkommen heißen zu können, sagte die 68-Jährige.

Er sei zuversichtlich, dass Zuschauer die Wettkampfstätten betreten können, um sich die Spiele anschauen zu können, erklärte Bach. Das IOC werde sich bemühen, sicherzustellen, dass Athleten und auch Zuschauer gegen das Coronavirus geimpft werden, „falls bis dahin ein Impfstoff verfügbar ist“. Man mache das aus Respekt vor dem japanischen Volk. „Sie sollen sicher sein, dass alles getan wird, um sichere Spiele in Tokio ausrichten zu können“, erklärte der IOC-Chef.

Er und Suga seien „voll und ganz entschlossen“, die Spiele zum „großen Erfolg zu machen“, sagte Bach weiter. „Zusammen können wir diese Olympischen Spiele und die Olympische Flamme zum Licht am Ende des Tunnels machen.“ Man sei sich einig, „eng zusammenzuarbeiten“ mit dem Ziel, sichere Spiele zu realisieren, sagte sein japanischer Gastgeber nach dem Treffen.

Die Zahl der registrierten Neuinfektionen in Japan war zuletzt innerhalb einer Woche um gut 10.000 Fälle auf jetzt fast 120.000 gestiegen. Bisher zählt Japan rund 1.900 Tote in Folge des Coronavirus. Damit steht das Land aber vergleichsweise noch gut da.


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