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Innsbrucker Kellertheater im Lockdown: Stimmung ist nicht im Keller

Die freie Theaterszene steht vor einer ungewissen Zukunft. Politische Hilfen und Zuspruch aus dem Publikum machen Mut. Ein Gespräch mit Kellertheater-Chef Manfred Schild.

Manfred Schild im Dresscode der Corona-Pandemie an seiner verwaisten Wirkungsstätte, dem Innsbrucker Kellertheater.
© Foto Rudy De Moor

Von Markus Schramek

Innsbruck – Manfred Schild sitzt im Halbdunkel des Innsbrucker Kellertheaters, doch der Eindruck täuscht. Der Theaterleiter und zeitweilige Regisseur fühlt sich trotz Lockdowns keineswegs alleingelassen oder von der Welt vergessen. Er will nicht Trübsal blasen, auch wenn das Schauspielhaus im Souterrain zum zweiten Mal seit März zwangspausiert und Schild sich nicht sicher ist, „ob wir heuer überhaupt noch einmal spielen dürfen“.

Gerüstet sein will er aber jedenfalls. Michael Korths „Paganini, der Teufelsgeiger“, ein schauspielerisches Solo von Routinier und Alt-Kellertheat­ler Klaus Rohrmoser, wird „frisch gehalten“. Rohrmoser probt das Stück, das er schon mehrmals in Südtirol gespielt hat, fleißig weiter, meist daheim im privaten Kämmerlein. „Binnen vier Tagen nach Ende des Lockdowns könnten wir loslegen“, sagt Schild, und es ist ihm anzumerken, wie sehr er diesen Tag, Datum ungewiss, herbeisehnt.

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