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Tiroler Intensivmedizinerin: „Sechs Stunden ein Intensivbett gesucht“

Intensivmediziner beklagen, dass nicht auf Knopfdruck klar ist, wo in Österreich ein Intensivbett frei ist. Es fehle ein Koordinator und ein System.

Ärzte seien knapp davor, entscheiden zu müssen, wer noch ein Intensivbett bekommt.
© APA

Haben sich die Intensiv­mediziner zu schlecht auf den Herbst und Winter vorbereitet, wenn jetzt wieder vor erreichten Kapazitätsgrenzen gewarnt wird?

Barbara Friesenecker: Man kann eine Pandemie nicht bevorraten. Dafür Betten leer stehen zu lassen, wäre illusorisch, weil das wirtschaftlich nicht vertretbar wäre. Intensivbetten sind sehr teuer. Vor der Pandemie hatten wir die Diskussion, dass wir zu viele Intensiv- und Spitalsbetten in Österreich hätten.

Es ist also normal, dass die Kapazitätsgrenzen ausgereizt werden. Was macht Ihnen dennoch Sorgen?

Friesenecker: Eine Auslastung der Betten von 80 bis 90 Prozent ist normal. Wir planen immer zehn Prozent für Notfälle ein und schauen, dass wir über Nacht ein freies Bett haben, um einen Notfall abzudecken. Das ist ohnehin sehr knapp und jetzt durch die Covid-Patienten noch sehr viel knapper.

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