Neue Bankomatkarte: Ärger über falsche Abbuchung bei jungem Jenbacher

Nach Falschabbuchung erhielt ein Jenbacher bisher nur „vorbehaltlich“ sein Geld zurück.

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Eine neue Funktion der Bankomatkarte führte bei einem Jenbacher zu unerlaubten Abbuchungen.
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Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz, Jenbach – Ein junger Jenbacher traute Mitte August seinen Augen nicht. Er hatte vor Kurzem seine neue Debit-Bankomatkarte ausprobiert und war eigentlich mit der neuen Funktion für Online-Bestellungen zufrieden. Doch dann kam der Schock: Von seinem Konto wurden zwei Teilbeträge ohne sein Zutun oder seine Autorisierung abgebucht. „Für den einen mag es vielleicht nicht superviel sein, aber es waren doch über 200 Euro und das tut einem schon weh, wenn man ja gar nichts bestellt hat“, sagt der Jenbacher.

Prompt wurde die Karte von seiner Hausbank gesperrt. Mit der Zusicherung der Bank, dass man sich darum kümmere, war er vorerst erleichtert. Doch auch nach einem Monat hatte er den fälschlicherweise abgebuchten Betrag noch immer nicht auf dem Konto zurück. „Also habe ich nachgefragt, was da los ist. Und mir wurde schriftlich erklärt, dass ‚einige Kunden‘ betroffen seien und sich die Rückabwicklung daher noch etwas verzögere“, schildert er. Weitere zwei Wochen später hieß es auf erneute Anfrage des Jenbachers, dass nach wie vor „mehrere“ Kunden betroffen seien und es noch dauere.

Schritt für Schritt wird die neue Debitkarte bei allen Banken in Tirol eingeführt. Mit einer separaten Kreditkartennummer kann mit der normalen Bankomatkarte nun online bestellt werden. Die Summe wird einem aber nicht erst im Folgemonat abgebucht, sondern sofort. Bei anderen Banken gebe es bisher noch keine Beschwerden zur neuen Kartenfunktion.

Laut Stellungnahme der betroffenen Bank kümmere man sich intensiv um das Kundenanliegen. Zudem heißt es, dass Rückzahlungen stets eine „gewisse Zeit“ in Anspruch nehmen und diese Dauer in individuellen Fällen aufgrund der Recherche sehr unterschiedlich ausfallen könne. „Häufungen sind uns nicht bekannt. Dies wurde auch zentral für ganz Österreich innerhalb der Gruppe bestätigt“, heißt es weiter. Zu einzelnen Fehlbuchungen, Reklamationen oder auch Betrugsfällen könne es ab und zu kommen, aber in Verbindung mit der neuen Debit-Kartenfunktion gebe es keine vermehrten Probleme.

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Während der TT-Anfragen beim betroffenen Geldinstitut meldete der Jenbacher, dass man ihm nun nach zweieinhalb Monaten „vorbehaltlich“ seitens der Bank das Geld rückgebucht habe, die Causa aber noch nicht abgeschlossen sei. „Ich hoffe, dass am Ende alles gut geht“, meint der Jenbacher und ist froh, das abgebuchte Geld vorerst wieder auf seinem Konto zu haben.


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