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Kaum Wartungsarbeiten im Ohr: HNO-Arzt gibt Tipps zur Reinigung

Verstopfte Ohren können höchst unangenehm sein. Das Wattestäbchen ist aber nicht das Werkzeug der Wahl, um dagegen anzurücken. Wann eine professionelle Reinigung nötig ist, erklärt der HNO-Arzt.

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Symbolbild.
© Getty Images/iStockphoto

Von Sabine Strobl

Unansehnlich, aber oho. Das Ohrenschmalz dient zur Selbstreinigung des äußeren Gehörgangs, der von der Ohrmuschel bis zum Trommelfell führt. Tief im Inneren des Gehörgangs von speziellen Drüsen produziert, gelangt die klebrige Substanz durch Kau- und Sprechbewegungen in die Ohrmuschel und nimmt dabei abgestorbene Hautteilchen und Schmutz mit. Gleichzeitig schmiert das Ohrenschmalz den Gehörgang und pflegt seinen Säureschutzmantel. Das Ohr wird vor Infektionen durch Bakterien und Pilze geschützt.

In der Ohrmuschel angelangt, hat das Ohrenschmalz seine Funktion erfüllt und kann entfernt werden. Auch mit einem Wattestäbchen. In den Gehörgang sollten die Stäbchen aber nicht eingeführt werden, erinnert Thomas Rainer, Hals-Nasen-Ohren-Arzt in Innsbruck. „Menschen ohne Beschwerden sollten den Gehörgang nicht reinigen, dann passiert am wengisten und man braucht nur selten einen HNO-Arzt.“


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