Schlosskauf in Matrei in Osttirol unter der Lupe

Matrei i. O. – Der Kauf von Schloss Weißenstein durch die Felbertauernstraßen AG (FAG) liegt durchaus im öffentlichen Interesse. Das erklärt die zuständige Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf auf eine Anfrage der NEOS. Das mittelalterliche, sehr desolate Gebäude in Matrei in Osttirol hatte zuvor drei Eigentümer und stand leer. Die NEOS wollten Details rund um den Verkauf in Erfahrung bringen. Nicht zuletzt, weil sie Zweifel am Nutzen einer solchen Transaktion haben.

Aus der Anfragebeantwortung geht hervor, dass die Liegenschaft mit 15,7 Hektar Grund und dem Gebäude einen Kaufpreis von 1,35 Millionen Euro hat. Zoller-Frischauf nennt ein wichtiges Motiv für das Interesse der FAG an Weißenstein: nämlich das Schloss-Grundstück, das als Tauschflächen-Reserve dient. „Im Zuge der Errichtung der Ersatzstraße bzw. der neuen Trasse der Felbertauernstraße, nach dem Felssturz im Jahr 2013, gestalteten sich die Grundkäufe mehr als schwierig“, so die Landesrätin. „Die Grundeigentümer im Tauerntal wollten nicht verkaufen, sondern forderten Tauschgrund. Dieser Tauschgrund war ebenfalls nur sehr schwer zu beschaffen.“

Schloss Weißenstein sei laut Bundesdenkmalamt eine bedeutende Burganlage mit kulturgeschichtlichem Wert, deshalb bestehe ein öffentliches Interesse an der Erhaltung, meint Zoller-Frischauf. Das Gebäude soll touristisch genutzt werden. Ein Konzept gibt es noch nicht. (co)

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