Chance auf Südabfahrt unweit der Schlossgalerie in Landeck

Mit dem Verkauf eines Landecker Traditionshotels sieht Stadtchef Hittler neue Möglichkeit, attraktive Verkehrslösung umzusetzen.

Nach dem Verkauf eines Landecker Traditionshotels eröffnet sich die Chance auf den Bau einer Südabfahrt unweit der Gerberbrücke.
© Wenzel

Landeck – Die Chancen, dass Landeck in absehbarer Zeit eine Südabfahrt bekommt, sind mit dem Verkauf des Traditionshotels Schwarzer Adler sprunghaft gestiegen. Das sagte Stadtchef Thomas Hittler diese Woche in Zusammenhang mit der Großbaustelle Schlossgalerie. „Es hat konstruktive Gespräche mit den neuen Hotelbesitzern gegeben“, so Hittler, „für eine Südabfahrt müsste auch Hotelgrund genutzt werden.“

Eine Verbindungsstraße, die von der Innpromenade aus in die Landecker Straße L76 einmünden würde, wäre „ein Gewinn“ für die Bezirksstadt – eine deutliche Verbesserung der beengten Verkehrssituation in der südlichen Malserstraße, sagte der Stadtchef. Vorerst soll das Projekt mit dem Raumplaner abgestimmt werden.

Über die angedachte Straßenverbindung soll der Verkehr stadtauswärts geführt werden. „Eine Fahrtrichtung stadteinwärts zum Innparkplatz kann ich mir nicht vorstellen. Dazu müsste eine Abbiegespur eingerichtet werden“, erläuterte der Stadtchef. „Nur ist in diesem Bereich zu wenig Platz vorhanden.“ Ob das Projekt „aus einem Guss“ in Abstimmung mit der Schlossgalerie realisiert werden könnte, „wäre sicher wünschenswert“.

Schlossgalerie und Bau der Südabfahrt aus einem Guss wäre sicher wünschenswert.
Thomas Hittler (Stadtchef von Landeck)

Die Idee einer Südabfahrt ist nicht neu: Schon vor Jahrzehnten hatten Verkehrsplaner plädiert, die schwierige Situation an der Einfahrt in die Bezirksstadt zu verbessern: Die Innpromenade und die damalige Reschenstraße sollten zwecks Verkehrsentflechtung verknüpft werden. Doch die Realisierung scheiterte an der fehlenden Einwilligung der Hotelbesitzer und an den hohen Kosten.

In Erinnerung ist auch ein aus heutiger Sicht abenteuerlicher Vorschlag aus den 70er-Jahren: Der Inn sollte auf Höhe der Bezirkshauptmannschaft Landeck mit einer große Betonplattform überbrückt werden. Autofahrer hätten damit neue Parkflächen bekommen, für Fußgänger sollten neue Freiräume gestaltet werden.

Die Landecker SPÖ-Fraktion hat sich heuer im Juni ebenfalls mit dem Projekt Südabfahrt befasst. Der Planer der Begegnungszone, Andreas Pfenniger, plädierte für den Bau eines Kreisverkehrs unweit des Schlossgalerieportals und legte in der Gemeinderatssitzung einen ersten Entwurf vor. Die SPÖ hob in diesem Zusammenhang „große städtebauliche Chancen hervor“. (hwe)


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