Ehrenamtliche Allianz als Rettung für den Zammer Riefenlift

Ehrenamtliche wollen den defizitären Zammer Schlepplift weiterbetreiben. Seit einem Monat ist man dran, alles vorzubereiten.

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Vereine übernehmen von der Venetbahn den Betrieb des Zammer Übungsliftes und betreiben ihn ehrenamtlich weiter.
© Wenzel

Von Matthias Reichle

Zams, Landeck – Für viele Landecker und Zammer ist es der Ort, wo sie das erste Mal auf Ski standen, ihre ersten Schwünge in den Hang zogen und den Schneepflug lernten – für die Venet Bergbahnen AG hingegen war der Riefenlift zuletzt ein dickes Minusgeschäft. „Ich hänge mit dem Herz dran“, betont der Zammer Gemeinderat Giggo Wolf. Er habe gehört, dass die Venetbahn den kleinen Schlepplift „ausscheiden“ will. Da sei der Entschluss gereift, gemeinsam eine Lösung zu finden. „Wir haben gesagt, dass es weitergehen muss“, bricht auch Fuzzi Huber vom Landecker Skiklub eine Lanze für den Übungshang.

Im Talkessel hat sich eine Allianz aus dem Zammer Sportverein/Sektion Winter, dem Landecker Skiklub und der Zammer Wärmestube gebildet, um den Schlepplift weiterzubetreiben – und zwar ehrenamtlich. Seit einem Monat ist man dran, alles vorzubereiten. „Wir hoffen, dass es klappt“, betont auch Corinna Zangerl-Falkeis vom Team der Wärmestube, das bereits das kleine Café am Riefenlift ehrenamtlich führt. Derzeit sucht man aber noch nach freiwilligen Helfern. „Gerade in Corona-Zeiten müssten Kinder auf vieles verzichten“, betont sie. Den Lift wolle man unbedingt erhalten.

„Ich hänge inzwischen 75 Stunden am Telefon“, schmunzelt Wolf. Es gilt nicht nur zwei neue Schneekanonen zu organisieren, sondern auch deren Transport sowie die Präparierung der Pisten. „Wir setzen die Personalkosten auf null.“ Auch die Beschneiung und Präparierung der Piste übernehmen die Vereine. Die Riefe soll trotzdem an sieben Tagen die wWoche zwischen 13 und 16 Uhr offen haben. Damit sich das finanziell ausgeht, ist man derzeit auch auf intensiver Suche nach Sponsoren.

Peter Hauser, Chef des Zammer Sportvereins/Sektion Winter, glaubt, dass man es künftig sogar besser machen wird als die Seilbahn selbst. Trotz eines kleineren Budgets, das seitens der Venetbahn zur Verfügung steht.

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Denn diese bleiben weiterhin im Boot. „Wir machen die Betriebsleitung, die Vereine die Betriebsführung“, erklärt Vorstand Werner Millinger. Das heißt, das tägliche Programm werde künftig von den Freiwilligen bestritten.

Froh über die Lösung ist auch Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Hittler. Eine Schließung des Lifts sei – wie vieles andere zu auch – zur Diskussion gestanden. Der Fokus habe aber immer auf einer Lösung gelegen. Und der ist gefunden.

Das Skifahren in der Riefe wird übrigens kostenlos, betont Giggo Wolf.


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