Mindestens 41 Tote durch Hurrikan „Iota“ in Lateinamerika

Nach dem Durchzug des schweren Sturms „Iota“ ist die Zahl der bestätigten Todesfälle in Mittelamerika und Kolumbien auf 41 gestiegen. In Nicaragua wurden nach Angaben der Behörden 18 Todesopfer gezählt, im Nachbarland Honduras waren es 15. Am Donnerstag, nachdem sich der einstige Hurrikan bereits aufgelöst hatte, blieb die Situation gefährlich. In Honduras wurden wegen hoher Flusspegel noch immer Gebiete evakuiert.

Die Böden waren vielerorts mit Wasser gesättigt, weil zwei Wochen vor „Iota“ bereits der Hurrikan „Eta“ über die Region hinweggefegt war. Das führte zu Erdrutschen. Helfer versuchten, mehrere Ortschaften zu erreichen, die von der Außenwelt abgeschnitten waren und in denen es an Lebensmitteln und Trinkwasser fehlte, wie ein Sprecher der honduranischen Zivilschutzbehörde dem Radiosender HRN sagte.

„Iota“ war am Montag als Hurrikan der Kategorie vier - mit Windgeschwindigkeiten von 250 Kilometern pro Stunde nur knapp unter der Grenze eines Sturms der höchsten Stufe - in Nicaragua auf Land getroffen. Er zog weiter über Honduras und schwächte sich immer mehr ab. Dennoch verursachte das Unwetter Überschwemmungen und beschädigte die bereits angeschlagene Infrastruktur.

„Eta“ hatte am 3. November als Hurrikan der Stufe vier ebenfalls in Nicaragua Land erreicht. Mindestens 174 Menschen starben, 74 davon in Honduras und 46 in Guatemala. Knapp 100 Bewohner eines Dorfes in Guatemala, das verschüttet wurde, galten noch als vermisst. Tausende Familien verloren ihr Zuhause, 1,5 Millionen Menschen brauchten nach Angaben des Kinderhilfswerks World Vision schon vor Ankunft von „Iota“ dringend humanitäre Hilfe.

TT-ePaper testen und eine von drei Gasser Tourenrodeln gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Die TT verlost drei Gasser Tourenrodeln und 50 Thermosflaschen

„Iota“ war der 30. Sturm in diesem Jahr, der stark genug war, um einen Namen zu bekommen - der bisherige Rekord lag bei 28 im Jahr. In der diesjährigen Hurrikansaison im Atlantik, die von Juni bis November dauert, haben sich so viele starke Stürme gebildet, dass die 21 dafür vorgesehenen Namen längst aufgebraucht wurden. Die Meteorologen griffen deshalb erstmals seit 15 Jahren auf das griechische Alphabet zurück. Die zunehmende Intensität tropischer Wirbelstürme ist laut Experten eine Folge des Klimawandels.


Kommentieren


Schlagworte