Verkauf, Schauraum, Werkstatt: „Tesla-Center“ in Thaur geplant

E-Autobauer will 2021 in Thaur einen Tiroler Standort mit Verkauf, Schauraum und Werkstatt starten.

Tesla will sich am Physiotherm-Areal in Thaur einmieten und den Tirol-Standort aufbauen, die gewerberechtliche Verhandlung steht an.
© Rudy De Moor

Von Max Strozzi

Thaur – Schon 2017 wollte Tesla in Tirol eine Niederlassung gründen – die TT berichtete damals. Nun konkretisieren sich die Pläne. Die Österreich-Tochter des E-Autobauers, die Tesla Motors Austria, will sich in Thaur mit einem Standort niederlassen und Flächen im Areal des Infrarotkabinenherstellers Physiotherm anmieten, der einige Aktivitäten von dort verlagert hat.

Das geht aus der Kundmachung der BH Innsbruck zum gewerberechtlichen Genehmigungsverfahren für das „Tesla Center“ hervor, das für 3. Dezember anberaumt ist. Demnach plant der E-Autobauer im Physiotherm-Areal einen Ausstellungs-, Verkaufs- und Auslieferungs-Standort sowie eine Werkstatt und Büros. 22 Jobs sollen entstehen, geht aus Unterlagen hervor. Auf eine schriftliche TT-Anfrage antwortete Tesla Österreich gestern nicht. Wie die TT erfuhr, ist der Start für das Frühjahr 2021 geplant. Thaur soll neben Wien der zweite große Stützpunkt in Österreich werden und den Westen betreuen.

Wie aus der Kundmachung der BH weiter hervorgeht, sollen in der Werkstatt nur bestimmte Reparaturen durchgeführt werden. Denn das Thema Batterie ist ein heikles, wie im Vorjahr in Tirol ein ausgebrannter Tesla gezeigt hat. Der Wagen musste tagelang in einen Wassercontainer gelegt werden. Lange fand sich kein Entsorger, der den zerstörten Akku entgegennehmen wollte.

Wie aus der BH-Kundmachung weiter ersichtlich ist, sollen daher in der Werkstatt u. a. nur kleinere Batteriereparaturen erfolgen. Defekte Traktionsbatterien sollen in Thaur nur entladen und dann nach Tillburg (Holland) transportiert werden. Stark beschädigte Fahrzeuge oder Batterien sollen in Thaur nicht angenommen werden, auch eine „Quarantäne“-Station für Tesla-Wracks ist nicht vorgesehen. Im Fall eines Unfalls eines Tesla-Autos soll die Transportfirma daher zunächst die Batterie prüfen. Ist sie intakt, kann das Auto nach Thaur gebracht werden. Ist sie beschädigt, kommt das Wrack nicht nach Thaur, sondern muss an einen geeigneten Quarantäne-Platz gebracht werden.


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