Rekord in den USA: Mehr als 195.000 Neuinfektionen

In den USA hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages einen Höchststand erreicht. Die Behörden meldeten innerhalb von 24 Stunden 195.542 neue Fälle, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) Samstagfrüh hervorging. Der bisher höchste Tageswert war erst am Vortag registriert worden und lag bei 187.833 Fällen. Auch in Russland gab es mit 24.822 Neuinfektionen einen neuen Rekord. In China wurden nach einzelnen Fällen Massentestungen veranlasst.

Am Mittwoch hatten die USA nach Angaben der JHU die Marke von einer Viertelmillion bei der Zahl der Toten überschritten. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 254.400 Menschen mit dem Erreger SARS-CoV-2 - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Am Freitag registrierten die Behörden 1.878 Tote in Zusammenhang mit dem Virus. Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 11,9 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden - nachträglich korrigiert.

In Russland hat die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus einen neuen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsbehörden verzeichneten am Samstag 24.822 Ansteckungen und 476 Todesfälle binnen 24 Stunden. Erst am Donnerstag hatte die Zahl der Neuansteckungen in dem Land die Zwei-Millionen-Marke überschritten - am Samstag waren es insgesamt 2.064.748 Fälle.

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Die meisten Neuinfektionen wurden in der Hauptstadt Moskau (7.168) und der zweitgrößten Stadt des Landes, St. Petersburg (2.476), registriert. Die russische Regierung schließt striktere Einschränkungen bisher aus, um die Wirtschaft nicht weiter zu schwächen. Der Kreml nannte die Lage „besorgniserregend“, erklärte jedoch, die Situation weiter unter Kontrolle zu haben.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte den Regionen im Oktober „gezielte und gerechtfertigte“ Maßnahmen empfohlen, die unabhängig von Moskau getroffen werden könnten. Das medizinische Personal in St. Petersburg war unterdessen im Dauereinsatz. „Wir bekommen derzeit sehr viele Anrufe, die Zahl der Erkrankten steigt“, sagte der Fahrer eines Rettungswagens.

Die Zahl der Corona-Todesfälle in Russland ist mit 35.778 im Vergleich zu anderen Ländern verhältnismäßig niedrig. Experten vermuten jedoch, dass die Behörden nur solche Fälle zählen, bei denen der Tod hauptsächlich auf eine Erkrankung mit dem Coronavirus zurückgeführt werden kann.

Russland ist weltweit das am fünftstärksten von der Pandemie betroffene Land. Im August wurde dort der international umstrittene Impfstoff Sputnik V zugelassen, in den die Regierung offiziell große Hoffnung im Kampf gegen die Pandemie setzt.

Nach vereinzelten neuen Infektionen sind in der nordchinesischen Stadt Tianjin eine Million Menschen auf das Coronavirus getestet worden. Die Massentests wurden im Hafengebiet von Binhai vorgenommen, nachdem dort in einem Wohngebiet fünf neue lokal übertragene Infektionen und weitere drei asymptomatische Fälle festgestellt worden waren, wie Staatsmedien am Samstag berichteten.

Zwei weitere lokale Ansteckungen wurden jeweils aus Shanghai sowie aus Manzhouli in der Inneren Mongolei gemeldet. Bus- und Zugverbindungen in die Stadt an der Grenze zu Russland wurden unterbrochen, wie die Webseite Toutiao berichtete. Seit dem Sommer hat China das Virus mit strengen Maßnahmen, Massentests, Quarantäne, Kontaktverfolgung und strikten Einreisebeschränkungen weitgehend unter Kontrolle gebracht.

Nach einem neuerlichen Anstieg der Corona-Fälle in Hongkong ist der für Sonntag geplante Start einer „Reiseblase“ mit Singapur um zwei Wochen verschoben worden. Die Situation habe sich „rapide verschlechtert“, gab die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungsregion am Samstag als Grund an. Die Vereinbarung mit Singapur hatte vorgesehen, dass Reisende zwischen beiden Orten wieder hin- und herfliegen können, ohne wie bisher für 14 Tage in Quarantäne zu müssen.

Allein am Samstag waren wieder 43 neue Infektionen in Hongkong gezählt worden. Seit dem Ausbruch der Pandemie hat es in der dichtbevölkerten asiatischen Hafenmetropole mehr als 5.500 Infektionen und 108 Tote gegeben. Sowohl Singapur als auch Hongkong hatten ihre Grenzen seit dem ersten Corona-Ausbruch weitestgehend dichtgemacht. Das konsequente Vorgehen half, das Virus unter Kontrolle zu bringen.


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