Beierl nach erstem Podestplatz im Weltcup: „Ich bin einfach happy“

Katrin Beierl und Anschieberin Jennifer Onasanya rasten im Zweierbob-Weltcup auf Platz zwei.
© beierl

Sigulda – Im auf Stelzen gebauten Starthaus der Bobbahn in Sigulda können Träume schon einmal in den Himmel steigen. Diesen Start in die Saison hätte sich Katrin Beierl aber nicht ausgemalt. Die 27-jährige Wahl-Tirolerin raste am Samstag mit ihrer Anschieberin Jennifer Onasanya beim ersten Zweierbob-Weltcup der Saison in Lettland auf Rang zwei. Bemerkenswert, da ihnen der Eiskanal im Baltikum eigentlich überhaupt nicht liegt. „Als wir vor zwei Jahren das erste Mal hier waren, sind wir noch dauernd gestürzt“, erinnerte sich die EM-Bronzemedaillengewinnerin von 2019 zurück.

Das Lachen bei Katrin Beierl ist hinter der Maske versteckt.
© ibsf

Beierl/Onasanya mussten sich nur den deutschen Olympiasiegerinnen Mariama Jamanka/Vanessa Mark mit 0,13 Sekunden Rückstand geschlagen geben. Schon im ersten Lauf machte das Duo mit der zweitschnellsten Fahrt auf sich aufmerksam. Vor der Silberfahrt im Finale mit Laufbestzeit mussten die Athletinnen lange am Start ausharren, weil der Schweizer Bob umgestürzt war. Es war nicht die einzige Bewährungsprobe, die das Bob-Team zu bewältigen hatte. Nach der 20-stündigen Anreise mit dem Auto nach Lettland hieß es für den Großteil des heimischen Bob- und Skeleton-Teams aufgrund von positiven Corona-Tests im Umfeld wieder umdrehen. „Ich bin einfach happy, dass wir nach der erzwungenen Abreise unserer Burschen etwas Zählbares mitnehmen konnten“, jubelte Beierl.

Auch Nationaltrainer Wolfgang Stampfer freute sich: „Das haben die Mädels super gemacht. Vor allem der zweite Lauf war richtig gut.“ Im Zweierbob der Herren ohne Österreicher holten sich gestern Francesco Friedrich/Alexander Schüller (GER) den 28. Weltcupsieg. Beierl/Onasan­ya richten den Blick bereits aufs kommende Rennwochenende in Sigulda: „Speziell am Start können wir noch einiges verbessern!“ (ben)

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