Thiem verpasst Triumph bei ATP Finals gegen Medwedew

Dominic Thiem hat seinen zweiten ganz großen Titel nach seinem ersten Grand-Slam-Titel bei den US Open am Sonntag bei den ATP Finals verpasst. Der Weltranglisten-Dritte, der zuvor die Nummern eins und zwei der Welt, Novak Djokovic und Rafael Nadal, bezwungen hatte, unterlag dem Russen Daniil Medwedew nach 2:42 Stunden mit 6:4,6:7(2),4:6. Thiem nimmt 800 ATP-Zähler und 861.000 US-Dollar brutto aus London mit.

Thiem beendet damit seine Saison wie im Vorjahr mit einem großartigen London-Auftritt, aber eben doch mit einer erneuten Final-Niederlage. Der erhoffte erste Masters-Sieg eines Österreichers überhaupt musste damit vertagt werden. Thiem hält nun bei 17 Turniersiegen und 11 Finali auf der Tour. Die Saison 2021 soll mit dem ATP Cup in Australien beginnen, allerdings gibt es wegen der Coronavirus-Pandemie noch Fragezeichen.

Ebenfalls ohne Happy End war das Doppel-Finale für Jürgen Melzer und sein französischer Partner Edouard Roger-Vasselin verlaufen. Die Überraschungs-Finalisten verloren gegen die niederländisch-kroatische Paarung Wesley Koolhof/Nikola Mektic mit 2:6,6:3,5:10. Damit wurde es nichts aus dem ersten Doppel-Triumph beim Masters für einen Österreicher. 2007 hatte auch Julian Knowle (damals mit Simon Aspelin/SWE) das Endspiel erreicht.

Obwohl Melzer dieses Saisonfinish mit dem St. Petersburg-Titel, dem Sofia-Finale und nun dem Endspiel beim Masters der besten acht Doppel der Saison unterschrieben hätte: „Nichtsdestotrotz tut es jetzt gerade schon weh, weil es doch relativ knapp war. Im Endeffekt fehlen fünf Punkte. Das Finale ist von Anfang an ein bisschen krumm gelaufen. Da wäre mehr drinnen gewesen“, erklärte Melzer danach.

Melzer hängt Ende Jänner nach den Australian Open seinen Schläger fast ganz an den Nagel, spielt vielleicht noch bei den French Open und in Wimbledon ein Genussprojekt. Schwieriger aufzuhören ist es für ihn aber trotz seiner nach wie vor guten Form nicht. „Ich habe gewusst, dass ich noch ein Jahr spielen kann. Für mich hat einfach die Chance, diesen Job zu machen überwogen und deshalb - no regrets.“


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