Weltcupauftakt in Igls ist für die Rodler ein Testlauf für die ganze Saison

Testen statt Training hieß es gestern vor dem Kunstbahnrodel-Weltcupauftakt am kommendem Wochenende in Igls.

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Insgesamt wurden rund 250 Weltcup-Beteiligte in Igls getestet, alle Ergebnisse waren schlussendlich negativ.
© Michael Kristen

Von Günter Almberger

Innsbruck – Das Bobcafé in der Zielkurve des Igler Eiskanals ist während einer Rodel-Weltcupwoche der Treffpunkt schlechthin. Die VIPs, die dort normalerweise fein speisen, netzwerken und die Sieger hochleben lassen, sucht man dieser Tage aber vergebens. Mitten durch das Café führte gestern die Teststraße. „Vom Athleten über die Trainer bis hin zu den Bahnarbeitern, überspitzt gesagt, alles, was am Gelände kreucht und fleucht, wird getestet. In Summe werden es wohl 250 Personen sein. Aber die neuen Schnelltests machen uns das Leben leichter“, erklärt Christoph Schweiger, Exekutivdirektor des Internationalen Rodel-Verbandes (FIL).

Der Aufwand, den die FIL, das OK-Team und der Österreichische Rodelverband (ÖRV) vor dem Weltcupauftakt am kommenden Wochenende betreiben, sei „riesig“. Die Arbeit für die Hygienekon­zepte und das Zusammenspiel mit den Organisatoren habe bereits im April begonnen. „Jeder ist sich der Situation bewusst, jeder ist bereit, Kompromisse einzugehen. Mich beeindruckt der Zusammenhalt in der Rodelfamilie. Wir versuchen alles, damit wir die Saison retten und wir uns am Ende keinen Vorwurf machen müssen, nicht alles versucht zu haben“, betont Schweiger. Um höchstmögliche Sicherheit zu gewährleisten, wurden vier „Blasen“ (Athleten und Trainer, OK-Team, TV, Medien) geschaffen.

ÖRV-Präsident Markus Prock weiß um die Bedeutung der Rennen in Igls: „Es ist ein großer Aufwand. Es braucht viel Disziplin von allen Seiten. Aber wir sind froh, dass wir fahren können, dass wir veranstalten dürfen. Wir sind im ständigen Austausch mit der FIL und dem Sportministerium, um alle Vorgaben zu erfüllen.“ Auch wenn keine Zuschauer vor Ort sein dürfen, sei die Durchführung enorm wichtig. „Es gilt, TV-Verträge zu erfüllen und Sponsoren zu befriedigen“, so Prock.

ÖRV-Cheftrainer Rene Friedl war nach den Tests erleichtert: „Wir sind alle negativ, Training und Rennen können kommen.“


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