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Auch ein Netflix-Hit: „Selbst Spanier sehnen sich nach Bergdoktor-Harmonie“

Netflix und Co. buhlen mit immer neuen Serien um die Gunst des Publikums. Die strotzen vor Explosionen, Toten und Intrigen. Trotz der teuren, modernen Konkurrenz kann sich eine Serie seit Jahrzehnten behaupten: „Der Bergdoktor“. Doch auch sie wurde modernisiert.

Hans Sigl. Er ordiniert am Wilden Kaiser – umge-ben von Bruder Heiko Ruprecht (r.), Mama Monika Baumgartner und Tochter Ronja Forcher.
© ZDF/Bernd Schuller

Von Judith Sam

Darf’s eine Melange sein? Eine Melange aus Heimatfilm und Arztserie? Dazu ein bisserl Romantik, ein Tröpfchen Drama, garniert mit einer ordentlichen Portion Tiroler Bergkulisse und einem charismatischen Frauenversteher – fertig ist das Rezept für eine gelungene Haupt­abendserie: Im Jahr 1992 flimmerte „Der Bergdoktor“, verkörpert von Gerhart Lippert, erstmals über die Bildschirme. Am Mieminger Sonnenplateau diagnostizierte er entzündete Blinddarme, lächelte über die Marotten seines Schwiegervaters und genoss die Natur. Harmonie, so viel die Sendezeit hergibt.

Das Konzept, das auf Groschenromanen des Bastei-Verlags basiert, kam so gut an, dass mehr als 30 Busse jedes Wochenende Fans an die Drehorte karrten. „Trotz Einschaltquoten von zehn Millionen entschied der Privatsender Sat.1, wo der Bergdoktor lief, wenige Jahre später, dass die Serie eine Zusehergruppe anspricht, die zu alt für Werbeeinahmen ist, und stellte sie ein“, erinnert sich Manuel Dotzauer, Inhaber des Klaus-Kellner-Verlags. Dieser hat kürzlich den Serienführer „Wie der Bergdoktor ins Fernsehen kam“ herausgegeben. Das ZDF profitierte von den ökonomischen Zwängen, übernahm die Serie und strahlte 2008 erste modernisierte Folgen aus.

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