Geburtstagskind Ciampini beschenkte sich zum 30er selbst mit drei Toren

Nach dem 6:2-Sieg gegen die Bulldogs in Dornbirn strahlte bei den Innsbrucker Haien nicht nur Geburtstagskind Daniel Ciampini.

© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck – „Sagt niemandem, wie alt ich bin“, schmunzelte Haie-Torjäger Daniel Ciampini nach seinem Dreierpack und fünf Scorerpunkten in Dornbirn gestern beim Video-Anruf. Im Hintergrund tauchte sein genialer Linienpartner Braden Christoffer (vier Assists) in der Küche auf, der ihm zum 30. Geburtstag quasi ein gemeinsames Frühstück servierte. Die „Zwillinge“ spielten ja schon vergangene Saison in Norwegen (Stjernen Hockey) höchst erfolgreich zusammen.

„Wir sind zusammen gefährlicher als getrennt“, grinste der Kanadier Ciampini, der nach dem Match auch mit seinen Eltern telefoniert hat, und sagte: „Manchmal probiert man alles und keiner geht rein. Und manchmal funktioniert eben fast alles.“

Daniel Ciampini wurde das Geburtstags-Frühstück von Braden Christoffer serviert.
© privat

Deven Sideroff reihte sich in Dornbirn als Dritter im Bunde mit zwei Toren und einem Assist nahtlos in die erste Innsbrucker Angriffsreihe ein. „Es hat ,klick‘ gemacht und wir sind produktiv. Hoffentlich geht das so weiter“, ergänzte Ciampini, um mit dem Torjäger-Gen das Lob an die ganze Mannschaft weiterzureichen: „Wir hatten uns schon in den Spielen zuvor bessere Ergebnisse verdient. Dieses Mal hatten wir das gute Ende und es war ein komplettes Match von allen.“ Auch die Stürmer freuten sich über einen wichtigen Sieg für Goalie Tom McCollum am anderen Ende der Eisfläche.

Bei Coronavirus, Lockdown und Co. stand am trainingsfreien Mittwoch im Hause Ciampini („Es ist eine sehr spezielle Saison“) natürlich keine 30er-Party am Programm: „Wir werden noch ein bisschen rausgehen und vielleicht einen Film schauen.“ Füße hochlagern schadet bei dem intensiven Programm ja auf keinen Fall.

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Deven Sideroff macht die Scoring-Linie perfekt.
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HCI-Cheftrainer Mitch O’Keefe („Wir haben 60 solide Minuten gespielt“) geriet angesichts des klaren Auswärtserfolgs nicht in Ekstase, notierte bei engem Tabellenstand aber folgerichtig: „Wenn du dich verbessern willst, musst du auch auswärts gewinnen.“ Da wartet in Linz (Sonntag) und Bratislava (Montag) bei zwei Tabellennachbarn ein richtungsweisender Doppelpack.

„Keep going“, lautet das Motto. Ciampini (17 Punkte), Christoffer (18) und Sideroff (13) kommen dabei wieder Schlüsselrollen zu. „Sie haben eine sehr gute Chemie gefunden und sind eine der besten Linien der Liga. Hoffentlich bleibt das bis zum Saisonende so“, weiß O’Keefe, dass in dieser Eiszeit noch weite Wege zu gehen sind.


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