„Rettet das Kind Tirol“: Jede Spende zählt, besonders im Corona-Jahr

In einem Jahr, in dem alles anders und schwieriger ist als sonst, gerät nun auch „Rettet das Kind Tirol“ in Bedrängnis. Spenden bleiben aus. Eine große Bitte um Unterstützung für die Kleinsten.

Für die Weihnachtsaktion von „Rettet das Kind Tirol“ werden dringend Spenden benötigt.
© iStockphoto

Von Michaela S. Paulmichl

Innsbruck – Ein bescheidenes Weihnachtsessen, und vielleicht bleibt auch noch etwas übrig für ein kleines Geschenk für die Kinder: Es sind keine großen Wünsche, die karitative Einrichtungen wie „Rettet das Kind Tirol“ in Not geratenen Familien in Tirol erfüllen können. Aber dort, wo das Nötigste fehlt und es um die Frage geht, ob das Geld für die nächste Stromrechnung reicht, ist jede Unterstützung wichtig und willkommen. Doch in diesem Jahr braucht die Hilfsorganisation selbst besondere Unterstützung.

Karoline Obitzhofer.
© Frischauf

„Wir sind zu einem großen Teil auf Erlöse angewiesen, die bei Konzerten oder Basaren erzielt und an uns weitergegeben werden“, sagt Karoline Obitzhofer, Obfrau von „Rettet das Kind Tirol“. Organisatoren von Bällen, Galas oder Charity-Abenden haben ihre Einnahmen häufig an die Einrichtung gespendet. Doch Corona-bedingt fielen in diesem Jahr die meisten Veranstaltungen aus. Obitzhofer: „Wir sind deshalb mehr denn je auf private Spenden angewiesen.“

Pro Jahr unterstützt „Rettet das Kind Tirol“ rund 4000 Kinder schnell und unbürokratisch. Alles begann vor 52 Jahren, 1968 wurde eine Weihnachtsaktion für Tiroler Bergbauernkinder ins Leben gerufen. Im Laufe der Jahre entstanden mehrere Projekte wie die Soforthilfe nach schweren Schicksalsschlägen. Damit die Kinder in diesen schwierigen Zeiten zumindest existenziell versorgt sind, werden an betroffene Familien Lebensmittelgutscheine vergeben, Heiz- und Stromkosten oder Mietausfälle übernommen.

Kinder, die benachteiligt sind, sollen nicht weiter abrutschen. Wir sind mehr denn je auf Spenden angewiesen.
Karoline Obitzhofer (Obfrau „Rettet das Kind“)

Für Familien, die über längere Zeit in einer Notlage sind, werden für die Kinder Patenschaften angeboten. Weitere Schwerpunkte sind eine psychologische Sofortbetreuung für Kinder, die Gewalt erfahren haben, und die Lernbetreuung – in diesem Jahr ebenfalls eine große Herausforderung. Obitzhofer: „Kinder, die benachteiligt sind, sollen nicht noch mehr abrutschen. Ohne Pflichtschulabschluss haben sie später nur wenige Chancen, die Spirale der Armut dreht sich dadurch immer weiter.“

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In Österreich gelten laut einer aktuellen Studie rund 17 Prozent der Bevölkerung, das sind rund 1,5 Millionen Menschen, als armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Besonders trifft es immer die Kinder. Von Armut und sozialer Ausgrenzung kann gesprochen werden, wenn ein geringes Einkommen auch mit Einschränkungen in zentralen Lebensbereichen verbunden ist. Das bedeutet zum Beispiel, dass abgetragene Kleidung oder auch eine kaputte Waschmaschine nicht ersetzt oder die Wohnung im Winter nicht entsprechend geheizt werden kann. Arme Menschen sind außerdem häufiger krank.

Die Tiroler Initiative ist für jede Spende dankbar: „Rettet das Kind Tirol“- Spendenkonto: Hypo Tirol Bank AG, IBAN AT54 5700 0540 1102 7760, BIC HYPTAT22. Nähere Informationen: www.rettet-das-kind-tirol.at

Versteigerung zugunsten hilfsbedürftiger Kinder

Der Tiroler Künstler. Elmar Peintner unterstützt „Rettet das Kind“ schon seit Jahren regelmäßig mit Werken, die zugunsten notleidender Familien versteigert werden.

Das Bild. „Zelt eines Kindes und entwurzeltes Pflänzchen“, das in der Ausstellung „Wetterfühlen“ in der Städtischen Galerie Theodor von Hörmann in Imst zu sehen sein wird, ist sein diesjähriges Weihnachtsgeschenk für den guten Zweck.

Auktion. Das Bild wird per Onlineanbot versteigert, das bis 20. Dezember, 12 Uhr, per E-Mail unter der Adresse versteigerung@rettet-das-kind-tirol.at eingereicht werden kann. Das aktuelle Höchstgebot ist auf www.rettet-das-kind-tirol.at ersichtlich.

Elmar Peintner, seit 2012 Botschafter von „Rettet das Kind“, übergibt sein Bild an Obfrau Karoline Obitzhofer.
© RETTET DAS KIND TIROL

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