Große Galtürer Spende floss in ein neues Auto für die Bergrettung

Erstmals in ihrer 110-jährigen Geschichte rückt die Bergrettung Galtür mit eigenem Fahrzeug aus. Die Bevölkerung steuerte die Hälfte zum 80.000-Euro-Auto bei.

Die Bergrettung Galtür freut sich über ihr erstes Einsatzfahrzeug – Herbert Figl, Walter Sonderegger, Hermann Lorenz, Patrick Schöpf, Adolf Lorenz, Obmann Christian Walter und Bürgermeister Toni Mattle (v. l.).
© Zangerl

Galtür – „Endlich ein eigenes Auto“, freut sich Obmann Christian Walter mit seinem Team der Galtürer Bergrettung. „Mit dem Spezialfahrzeug können wir auch Liegend-Transporte machen.“

Die lokale Blaulichtorganisation ist vor 110 Jahren aus der Taufe gehoben worden. Zuvor – in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts – ließen Pioniere mit Erstbesteigungen der Silvretta-Gipfel aufhorchen, ein erster Alpinismus-Boom setzte ein.

Bei der Finanzierung des 80.000-Euro-Autos bewies das Bergdorf große Solidarität. „Die Hälfte, rund 40.000 Euro, hat die Bevölkerung im Rahmen einer Haussammlung beigesteuert“, hob der Obmann bei der Fahrzeugübergabe am Montag hervor. Auch Bürgermeister Toni Mattle, zugleich stellvertretender Landesleiter der Bergrettung Tirol, fand lobende Worte zur erfolgreichen Haussammlung im kleinen Dorf mit 780 Einwohnern und 250 Haushalten. Weitere finanzielle Beiträge geleistet haben der Tourismusverband Paznaun-Ischgl, der Vorarlberger Kraftwerksbetreiber illwerke vkw AG, das Land Tirol sowie die Ortsbäuerinnen.

„Bei der Haussammlung haben wir in vielen persönlichen Gesprächen eine erfreulich positive Stimmung festgestellt“, schilderte Mattle. „Das bewirkt einen Motivationsschub für die ehrenamtlichen Bergretter.“ Er sei auch froh, dass die Zeiten, in denen Galtürer Bergretter ihre Privat-Pkw für Einsätze nutzten, jetzt vorbei sind, sagte Obmann Walter. (za)

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