Zahnarzt-Fehler mit Folgen: AK Tirol erkämpft 16.000 Euro für Patientin

Bei einer Routinebehandlung hatte ein Zahnarzt eine Patientin so verletzt, dass sie immer noch unter den Folgen leidet. Die Arbeiterkammer Tirol hat für die Frau geklagt und Recht bekommen.

(Symbolfoto)
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Innsbruck –Es ging um eine Zahnfü̈llung, eigentlich eine Routinebehandlung bei abgebrochenen Füllungen. Beim Anpassen der Fü̈llung geriet der Bohrer bzw. das Schleifinstrument des Zahnarztes unter die Zunge und verletzte den Mundboden. Dabei erlitt die Patientin so schwere Verletzungen im Mund, dass sie bis heute unter den Folgen leidet. Da der Zahnarzt nicht bereit war, die Angelegenheit gü̈tlich zu regeln, hat die AK Tirol in diesem Beschwerdefall Rechtsschutz für eine Klage gewährt.

Laut nun ergangenem Gerichtsurteil habe ein Zahnarzt bei der Verwendung von (rotierenden) Instrumenten aus fachlicher Sicht stets dafür zu sorgen, dass umgebende Weichteile nicht verletzt werden können. Neben 16.571 Euro Schadenersatz muss er bzw. seine Versicherung auch noch die gesamten Prozesskosten (inklusive Sachverständigenkosten) von über 15.000 Euro bezahlen. Und: Er haftet auch für alle zukünftigen nachteiligen Folgen und Schäden aus der Behandlung. (TT)


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