„Wunderliches“ Jubiläumsjahr in Kufstein geht in die zweite Runde

Reinhold Messner muss warten. Der Kufsteiner Kulturverein Wunderlich startet 2021 einen neuen Versuch für das Programm zum 20-jährigen Bestehen.

Szenen wie aus einer anderen Welt: Im Februar konnten noch rund 400 Zuschauer Kabarettist Helmut Schleich im Kultur Quartier sehen.
© Wunderlich/Weninger

Kufstein – Feste soll man bekanntlich feiern, wie sie fallen. Außer es grassiert eine Pandemie. Dann kann es schon mal passieren, dass es mehrere Anläufe braucht. Nur vier von neun Veranstaltungen konnte der Kulturverein Wunderlich heuer – teilweise mit aufwändigem Sicherheitskonzept – durchführen. Nun soll das 20. Jubiläumsjahr 2021 in eine zweite Runde gehen.

800 Karten hatte der Kufsteiner Verein für die Österreich-Premiere von Reinhold Messners Vortrag „Weltberge – die 4. Dimension“ am 26. März in der Kufsteiner Arena bereits verkauft – dann kam der (erste) Lockdown. „Extrem bitter“ war das, sagt Vereinsvorstand Christian Widauer. Handelte es sich beim Besuch des Extrembergsteigers doch um einen der Höhepunkte im Jubiläumsjahr. Am 27. September 2021 startet man nun einen neuen Versuch. Planungssicherheit? Fehlanzeige. Wer kann schon sagen, was bis dahin wieder erlaubt und sinnvoll sein wird? Geschweige denn, ob die internationalen Künstler einreisen dürfen.

Disziplin bei den Besuchern im September: Mit einem Sicherheitskonzept war damals sogar ein Ausschank möglich.
© Wunderlich/Weninger

Die Besucher und Fans des Kulturvereins Wunderlich begegnen der Unsicherheit mit einer gesunden Portion Optimismus: „Viele haben die gekauften Karten behalten“, freut sich Widauer. Ob am Ende 800 Besucher zugelassen werden? Glaskugellesen. Widauer selbst zeigt sich zuversichtlich, die bisher vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen seien am Hauptveranstaltungsort – Kufsteiner Kultur Quartier – außerdem gut umsetzbar.

„Statt 400 Gästen hatten wir im September maximal 156. Die Leute hielten sich vorbildlich an die Maskenpflicht, wenn sie ihren Sitzplatz verlassen haben.“ Die Umsetzung des Sicherheitskonzepts sei „sehr mühsam“ gewesen, habe sich allerdings gelohnt. „Jeder hat mitgemacht.“ Dass dann der Ausschank verboten wurde, habe man – nicht nur finanziell – aber mehr als deutlich gespürt. „Die Stimmung lag einfach zwei Etagen tiefer als sonst.“

50 freiwillige Mitglieder zählt der Verein, der aus der Unterländer Kulturszene nicht mehr wegzudenken ist. Das Corona-Jahr hätte auch für diesen „Betrieb“ das Aus bedeuten können. „Wir haben tolle Sponsoren und Unterstützer“, spricht Widauer diesen seinen Dank aus. (jazz)


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