Bürgermeister von Tarrenz nahm nach 22 Jahren Abschied

Am Donnerstagabend erklärte der scheidende Bürgermeister Rudolf Köll am Ende der Sitzung seinen politischen Rückzug.
© Gemeinde Tarrenz/Rueland

Tarrenz – Mit Montag, den 30. November, geht in Tarrenz eine Ära zu Ende: Der amtierende Bürgermeister Rudolf Köll hat nach 22 Jahren in diesem Amt seinen Rücktritt eingereicht und ist ab dem 1. Dezember – rechtskräftig – Privatmann. Bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend gab er das offiziell bekannt. Demnächst wird der bisherige Vizebürgermeister Stefan Rueland die Nachfolge antreten. Wer wiederum dessen Stellvertreter werden soll, werde noch im Vorfeld der Wahl mit der Opposition besprochen, so Rueland.

Am Donnerstagabend ging Kölls letzte Gemeinderatssitzung über die Bühne, bei der es – bedingt durch Corona – keine Zuhörer gab. Nach mehr als 30 abgehandelten Beratungsgegenständen ergriff der Bürgermeister unter Allfälligem als Erster das Wort. Er bedankte sich für die Zusammenarbeit und erklärte, dass er mit 64 Jahren das Alter habe und sich nun die Zeit für sich selbst nehme. Dass Köll sich ein Jahr vor dem Ablauf der aktuellen Periode zurückziehen werde, war schon bei der letzten Gemeinderatswahl 2016 angekündigt worden – und kommt daher auch nicht überraschend.

Köll setzte sich 1998 gegen den damaligen Bürgermeister Werner Doblander in der Stichwahl durch und startete mit fünf Mandaten. Den größten Erfolg verzeichnete er bei der Wahl 2010: Er behauptete sich mit 76,5 Prozent gegen vier weitere Bürgermeisterkandidaten und erreichte zugleich zehn Mandate.

Der Tarrenzer Bürgermeister ist auch Obmann der Bezirkslandwirtschaftskammer – hier wird es bei der Kammerwahl am 1. April zum Wechsel kommen. Weiter behalten wird er jedoch das Amt des Obmannes im Pflegeverband. „Das möchte ich auch weiterhin bleiben – bis zur Einweihung der Erweiterung des Pflegedorfes Imst-Gurgltal“, so Köll zur TT. Mit der Fertigstellung sei Ende 2023 zu rechnen. (pascal)


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