Koch kehrt mit der WSG Tirol an die alte Wirkungsstätte nach Graz zurück

Das Gastspiel bei Sturm Graz wird für die WSG Tirol heute (17 Uhr) ein schwerer Gradmesser. Fabian Koch freut sich auf ein Wiedersehen mit seinem Ex-Verein.

Marschierte jahrelang als Sturm-Säule durch den Spielertunnel – heute ist mit Fabian Koch im WSG-Dress nicht zu scherzen.
© gepa

Von Alex Gruber

Wattens – Er ist gewiss keiner der jungen „Rockstars“ (Rieder, Celic, Behounek, Frederiksen ...) in der so erfrischend aufspielenden WSG-Truppe. Aber er ist mit Sicherheit derjenige, der am meisten über die österreichische Bundesliga erzählen kann: WSG-Rechtsverteidiger Fabian Koch wird heute an alter Wirkungsstätte wieder sein­e Spuren auf der Außenbahn ziehen – ebendort, wo er in dreieinhalb Jahren für Sturm 106 Erstliga-Partien absolviert hat und in den ersten beiden Spielzeiten (2016–18) kein einziges der insgesamt 72 Ligaspiele verpasst hat. Ein Gütesiegel für seine Verlässlichkeit, erst unter Nesto­r El Maestro kam der Natterer nicht mehr so zum Zug und machte sich dann eben im Jänner dieses Jahres nach Wattens auf.

„Ich freu’ mich auf die Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Es wird richtig schwer“, sagt der 235-fache Bundesliga-Kicke­r, der noch in einer Grazer WhatsApp-Gruppe aktiv ist. Das Coronavirus und dessen Auflagen verbieten aber ein herzliches Wiedersehen mit alten steirischen Freunden, aus der Koch-Zeit sind noch Größen wie Jantscher, Hierländer, Siebenhandl oder Huspek übrig. Ansonsten gibt es auch bei den Grazern unter Neo-Coach Christian Ilzer viele neue Gesichter, über die Schnelllebigkeit des Fußball-Geschäfts muss man einem wie Koch aber nichts erzählen. Neben Sohn Jonas (1) hat der 31-Jährige aus der Steiermark eine kulinarische Konstant­e mitgenommen: „Ohn­e Kernöl kommt kein Salat mehr auf den Tisch.“

Kernig will sich heute nach zuletzt zwei Siegen in Serie das gesamte WSG-Kollektiv bei Salzburg-Bezwinger Sturm präsentieren, das mit neun Punkten aus den letzten vier Spielen und den wenigsten Gegentoren glänzt. „Wenn sie in Führung liegen, wird es brutal schwer“, beobachtete Cheftrainer Thommy Silberberger auch, wie sich der FC Wacker im Finish des ÖFB-Cup-Achtelfinales nach 0:1-Rückstand die Zähne an Sturms „aggressiver Arbeit gegen den Ball“ ausgebissen hat: „So stark hätte ich sie zu Beginn dieser Saison ehrlich gesagt nicht erwartet.“

Weil Zan Rogelj (SLO) nach Sperre wieder an Bord ist, musste Bruno Soares (BRA) aufgrund des Österreicher-Topfs wieder aus dem Aufgebot weichen. Stefan Hager ist ebenfalls zurück. Die WSG will Sturm an einem Sahnetag mit Koch-Künsten einkochen.


Kommentieren


Schlagworte