Exklusiv

Deutschland macht gegen neues Tiroler Lkw-Fahrverbot mobil

Bayern spricht von „Unverhältnismäßigkeit“, der deutsche Bund will die Maßnahme bekämpfen. Transitforum-Chef Gurgiser zeiht Kritiker „Verräter“.

Mit 1. Jänner dürfen auch Lkw der bisher abgasärmsten Norm nicht in der Nacht durchs Inntal fahren.
© Mühlanger

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck, München, Berlin – Einen Tag brauchte es, um die Hiobsbotschaft aus Tirol zu verdauen. Gestern holte die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) – vorerst zum verbalen – Gegenangriff aus. Mit der „Wut unserer Logistiker“ im Bauch.

Wie am Donnerstag berichtet, verschärft Tirol mit 1. Jänner u. a. das Lkw-Nachtfahrverbot. Die Begutachtung dieser Verordnung war bereits 2018 erfolgt. Die Bayern fühlen sich trotzdem „überrascht“, wie Schreyer gestern Richtung Innsbruck kritisierte. Unter Nachbarn tue man so etwas nicht, sagte sie. Sie empfahl LH Günther Platter (VP) und Co. deshalb auch einen besseren Kommunikationsstil.

Bereits der seit Tagen offen ausgefochtene Ski-Streit hat die Gemüter dies- wie jenseits der Grenzen erhitzt (siehe Seiten 2, 3). Das neue Nachtfahrverbot spitzt diesen weiter zu. Dass nun auch modernste Lkw nicht mehr nachts fahren dürfen, verschärfe für Schreyer die Problematik des Brenner-Transits auf der Inntalautobahn. Ebenso die Tiroler Blockabfertigungen – weil dann alle Lkw morgens losfahren würden.

Exklusiv

Kostenlos registrieren und weiterlesen

Dieser Exklusiv-Artikel ist nur für Nutzer verfügbar, die sich kostenlos auf tt.com registriert haben.

Jetzt kostenlos registrieren
Ich bin bereits registriert und möchte mich anmelden

Kommentieren


Schlagworte