Befristete Bausperre für Grundstücke über 1000 m2 in Kematen beschlossen

Kematen verfügt eine temporäre Bausperre für gewidmete Baugrundstücke über 1000 m2. Laufende Projekte sind nicht betroffen.
© Domanig

Kematen – Die Grundsatzentscheidung fiel einstimmig: Der Kemater Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung erwartungsgemäß eine zeitlich begrenzte Bausperre für Baugrundstücke über 1000 m2 beschlossen.

Aufgrund der räumlichen Nähe zu Innsbruck sowie des damit verbundenen Siedlungsdrucks sei in Kematen in den letzten Jahren eine ganze Reihe größerer Wohnbauprojekte entstanden, heißt es im Verordnungsentwurf. Der Wohnbedarf innerhalb Kematens sei aktuell gedeckt.

Die örtliche Infrastruktur habe mit dieser raschen baulichen Entwicklung jedoch nur „in sehr bedingtem Umfange“ Schritt halten können – das betreffe etwa Wasserleitungen und Kanäle, das Straßennetz oder Kindergärten. „Um den infrastrukturellen Infarkt der Gemeinde zu vermeiden“, müsse daher die künftige Bebauung von bereits gewidmeten Baugrundstücken über 1000 m2 – die in der Verordnung vollständig aufgeführt sind – „aus raumordnungsrechtlicher und raumplanerischer Sicht einer Neubewertung unterzogen“ werden.

Ziel sei eine entsprechende Überarbeitung des Örtlichen Raumordnungskonzeptes (ÖROK) inklusive bereits bestehender Flächenwidmungspläne sowie die Erarbeitung neuer Bebauungsgrundlagen für ebendiese Grundstücke. Zudem solle künftig verstärkt Vertragsraumordnung zur Anwendung kommen. Die Bausperre für Bauvorhaben, die mit den genannten Planungszielen der Gemeinde „im Widerspruch stehen“, endet nach einem Jahr, falls binnen dieser Frist kein neuer ÖROK-Entwurf aufgelegt wird, ansonsten spätestens zwei Jahre nach Beginn der Auflegung dieses Entwurfs. (md)

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