Im Hofgarten sollen bald die Lichter angehen, Forderung nach Vergünstigung

Der neue Lichterpark „Lumagica“ soll starten, sobald auch die Geschäfte wieder öffnen. Polit-Forderung nach Gratiseintritt oder Vergünstigungen.

Ein rund 1 km langer Rundweg führt zu Tier- und Fabelwesen, Licht- und Klanginstallationen. Die Eröffnung soll im Dezember erfolgen.
© Vanessa Rachlé/TT

Von Michael Domanig

Innsbruck – Mit über 300 Lichtobjekten in sechs Themenbereichen, die sich an die wechselvolle Historie des Standortes anlehnen, soll der Lichterpark „Lumagica“ den Innsbrucker Hofgarten zum Strahlen bringen (die TT berichtete mehrfach).

Nachdem die geplante Eröffnung verschoben wurde, soll es nun im Dezember so weit sein. Wann genau, hängt natürlich von den weiteren Entwicklungen in Sachen Corona und Lockdown ab. Zwar wäre der Lichterpark als Freiluftausstellung „rein theoretisch jetzt schon möglich“, sagt Thomas Mark, Präsident der veranstaltenden Firma MK Illumination. Wegen des „Bauchgefühls“ und gemäß dem Zweck des Lockdowns sehe man aber davon ab. „Wir eröffnen, wenn auch der Handel aufsperrt“ – aus jetziger Sicht wäre also der 7. Dezember anvisiert.

In einem von Absagen dominierten Herbst steht „Lumagica“ auch im übertragenen Sinne besonders im Rampenlicht. Das zeigt nicht zuletzt die rege politische Diskussion der letzten Tage: So fordert die Liste „Gerechtes Innsbruck“, dass Bund, Land und Stadt die Eintrittspreise übernehmen sollten. Schließlich seien die Tickets (Normalpreis: Kinder 6 bis 7 Euro, Erwachsene: 13 bis 14 Euro, Familienkarte: 31 bis 33 Euro) „nicht gerade günstig“, so GR Gerald Depaoli, viele Familien könnten sich den Besuch in einem Corona-bedingt finanziell ohnedies schwierigen Jahr „schlichtweg nicht leisten“.

Ähnlich sieht das Dominik Oberhofer, Klubobmann der NEOS im Landtag: Das Land solle den Eintritt für alle Besucher tragen – und zwar mit Geldern aus dem Tourismusförderungsfonds.

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Innsbruck Tourismus will „alles tun, was TVB machen kann"

SPÖ-Stadträtin Elisabeth Mayr wiederum hat beim Tourismusverband angeregt, ob für Familien aus Tirol „spezielle Packages“ möglich wären – bei denen im Eintritt etwa ganztägiges Parken am (Reisebus-)Parkplatz gegenüber vom Hofgarten und z. B. auch Gastro- und Handelsgutscheine inkludiert sein könnten.

Karin Seiler, Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus, dem zentralen öffentlichen Sponsor des Lichterparks (ansonsten fließen von der öffentlichen Hand laut Mark nur 10.000 Euro von Landesseite), will „alles tun, was wir als TVB machen können“: Bei der Innsbruck-Card (die auch Einheimische erwerben können) und der „Welcome Card“ (Gästekarte) sei der Lichterpark inkludiert. Auch zum Busparkplatz gebe es bereits Gespräche – Ziel sei, dass Besucher dort gratis oder sehr günstig parken können.

Für Freizeitticket-Besitzer gebe es bei Onlinereservierung 20 % Ermäßigung, ergänzt Mark, auch mit mehreren großen Firmen bzw. Betriebsräten habe man schon Vergünstigungen ausgehandelt, dazu gebe es diverse weitere Kooperationen. „Wenn die öffentliche Hand bereit ist zu investieren“, sei natürlich auch eine solche Zusammenarbeit vorstellbar. Mark verweist auf die Fixkosten für Security, Kassensystem oder Werbung und eine „hohe sechsstellige Investition“ bei den Produkten, das wirtschaftliche Risiko sei nicht unerheblich.

Er glaube jedenfalls an das – längerfristig geplante, im Ausland bereits erfolgreiche – Projekt „Lumagica“. Und: „Wenn die Leute sich an die Regeln halten, besteht keine Ansteckungsgefahr“ – zumal Zeit- slots ein Besucherlimit sicherstellen werden.

Seiler zeigt sich als Touristikerin „froh, dass eine private Firma den Mut hat, so etwas zu machen – das ist gerade in diesem schwierigen Jahr sehr wertvoll für uns“.


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