An Tom soll Linz abprallen

Nach dem 6:2-Sieg in Dornbirn wollen die Haie heute (17.30 Uhr) in Linz nachlegen. Goalie Tom McCollum hat schon einiges über sich und die Liga gelernt.

Der Sieg in Dornbirn zauberte das Lächeln ins Gesicht von Tom McCollum zurück. Heute stellt sich der Haie-Keeper Linz.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck –Der Sieg in Dornbirn war auch ein spezieller für McCollum, der sich zuvor in „seinen“ zwei Heimspielen gegen den KAC (1:2) und Graz (3:4 n.P.) knapp geschlagen geben musste: „Dornbirn war ein big win für alle und für mich auch. Es hat ein bisschen zu lange gedauert, bis ich wieder ein Spiel gewinnen konnte“, notiert der 30-jährige US-Amerikaner, der auch heute wieder in Linz zwischen den Pfosten steht.

Warum er nach starker Vorbereitung zu Saisonbeginn kurz in ein Loch gefallen sei, habe er auch eruiert: „Ich habe vielleicht schon ein bisschen zu viel gemacht, wollte alles kontrollieren.“ Das Trainergespann eilte zu Hilfe: „Ich habe mehr Tormanntraining gemacht. Und die Corona-Pause hat mir gutgetan, mich wieder darauf zu konzentrieren, was ich wirklich brauche, um gute Leistungen zu bringen.“ Die größere Eisfläche in Europa – „es wird mehr gepasst und ich muss ein bisschen geduldiger auf meinen Beinen bleiben“ – hat nach vielen Jahren in Übersee auch eine Umstellung erfordert.

Das interne Duell mit Rene Swette findet auf sehr freundschaftlicher Ebene statt. Die beiden sitzen in der Kabine nebeneinander und plaudern viel: „Er hilft mir, Kleinigkeiten zu verändern“, weiß McCollum den offenen Dialog sehr zu schätzen. Beeindruckt zeigt er sich generell von den starken Torhüterleistungen in der ICE Hockey League: „Jeder Torhüter, der gegen uns gespielt hat, war richtig gut und auf hohem Niveau. Ich weiß, dass ich mein Bestes abrufen muss, um unserem Team eine Chance zu geben.“ So soll es auch heute beim Tabellenschlusslicht in Linz sein.

Nachdem man die leidigen individuellen Fehler beim Sieg in Vorarlberg endlich weitgehend abstellen konnte, fordert HCI-Cheftrainer Mitch O’Keefe weiterhin dieselbe Konzentration: „Wir dürfen niemanden auf die leichte Schulter nehmen. Wir müssen Linz zu Hause mit großem Respekt begegnen. Und wir müssen 60 Minuten mit derselben Intensität wie in Dornbirn spielen.“

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