Nach 0:1 bei Sturm warten auf die WSG Tirol die „Euro-Fighter“ WAC und Rapid

Die Niederlage bei Sturm war bei der WSG schnell abgehakt. Zwei Langzeit-Tiroler machen indes Freude.

© gepa

Von Tobias Waidhofer

Wattens – Als David Gugganig im Sommer 2017 vom FC Liefering zur WSG Tirol gewechselt war und seine ersten Zweitliga-Spiele absolviert hatte, ließ das Urteil nicht lange auf sich warten: Zweifellos talentiert und mit einem starken linken Fuß ausgestattet sei er, aber für die Bundesliga zu langsam und zu ungelenk.

Zurück in die Gegenwart, dreieinhalb Jahre später ist Gugganig nach dem bitteren 0:1 gegen Sturm Graz der einzige WSG-Akteur, der inklusive der zwei Cup-Runden, alle 990 Minuten am Feld gestanden war. „Der Guggi hat mein volles Vertrauen. Ich hab’ immer betont, was er für ein guter Spieler ist. Vielleicht hat ihm auch einfach der richtige Partner gefehlt.“ Den scheint der Kärntner in Raffael Behounek („Es taugt mir, neben ihm zu spielen, der Raphi scheißt sich nichts“, so Gugganig) gefunden zu haben, außerdem habe er körperlich viel an sich gearbeitet. „Mein Cousin Mario (spielt beim Klagenfurter AC in der Kärntner Liga, Anm.) hat einen kleinen Kraftraum, da haben wir in der Corona-Pause extrem viel gemacht.“ Auch davon profitiere der Bruder von Osnabrück-Legionär Lukas nun. Sowie vom Vertrauen seines Trainers: „Darüber bin ich froh, aber wir haben in den letzten drei Spielen auch nur ein Gegentor bekommen, viel Grund zum Wechseln gab es also nicht“, meinte der 23-Jährige mit einem Augenzwinkern.

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Und hinter Gugganig spielt auch Keeper Ferdl Oswald eine starke Saison. Trainer Silberberger sieht dabei Parallelen zum Kärntner: „Beide wurden immer wieder kritisiert, aber beide zahlen das Vertrauen zurück.“ Oswald selbst sagt: „Wir sind eine gefestigte Mannschaft und müssen einfach weiterarbeiten.“

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Das bittere, weil ziemlich unnötige 0:1 bei Sturm lag aber allen Beteiligten im Magen. „Wir waren noch einmal eine Klasse besser als gegen die Admira. Aber eine Unachtsamkeit hat gereicht, das ist doppelt und dreifach schade“, weiß Trainer Silberberger. Vor allem, weil die Aufgaben nicht leichter werden: Es warten Spiele gegen die Euro-Fighter WAC (6.12.) und Rapid (13.12.).


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