Selbst-Schutz: Schutzausrüstung für Massentest vom Land gestellt

Tirol muss die Schutzausrüstung für den Massentest vom 4. bis 6. Dezember selbst stellen. Die Gemeinden geben dem Land heute die Personalressourcen bekannt.

Schutz ist für das Testpersonal oberstes Gebot. Die hierfür notwendige Ausrüstung muss Tirol vorerst aus eigenen Beständen decken.
© imago images/Benjamin Horn

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck – Die Vorbereitungen in Tirol für den Massentest am kommenden Wochenende von Freitag bis Sonntag gehen in die entscheidende Phase. Wie berichtet, werden in den 279 Gemeinden in Summe 566 Teststationen aufzubauen und abzuwickeln sein. Infos über Anmeldung, Formulare und Ablauf dieser Tests sollten ab heute in brieflicher Form von der Post an die Bevölkerung (Personen über sechs Jahre) verteilt werden. Hierzu hat das Land rund 800.000 persönlich adressierte Schreiben verfasst. Das ist doch ein Gutteil mehr, als die Statistik des Landes mit Stichtag 31. Dezember 2019 (knapp 758.000) an Wohnbevölkerung ausweist. Die Erklärung: So wird der Brief Personen, die einen Haupt- und Nebenwohnsitz in Tirol haben, sicherheitshalber an beide Adressen geschickt.

Während sich für die Testreihen allein über die bei der Firma GemNova eingerichtete Hotline übers Wochenende rund 1100 Freiwillige zur Abwicklung gemeldet hatten, dürfte das Land im Laufe des heutigen Tages Klarheit darüber haben, in welchen Gemeinden noch mit Personal ausgeholfen werden muss. Bis Mittag haben die Gemeinden dem Land ihre aktuellen Personalstände (Gesundheitsdienst, Verwaltung; Helfer) für den Massentest zu melden.

Diese müssen freilich nicht nur mit ausreichend Schnelltest-Kits (Antigentests), sondern auch mit dementsprechender Schutzausrüstung versorgt werden. Hier hatte das Land mit Bekanntgabe der Massentestungen eigentlich darauf gehofft, dass selbige der Bund stellen werde. Nun zeigt sich aber, dass dies nicht nur ein zeitliches, sondern auch ein logistisches Problem ist. Für den Bund sei dies in der Kürze der Zeit nicht machbar, heißt es.

Der Chef des Corona-Einsatzstabs im Land und auch Massentest-Einsatzleiter Elmar Rizzoli bestätigte gestern auf TT-Anfrage, dass das Land die Schutzausrüstung stellen müsse: „Wir nehmen das von unseren Beständen.“ Hierfür wird auf das erst vor wenigen Monaten eingerichtete Covid-Lager in Volders zugegriffen. Dort sei genug vorhanden. Wie viel davon tatsächlich benötigt werde, solle in den kommenden Tagen klar sein. Aufgefüllt werde das Lager aber mit Material, das vom Bund versprochen wurde.

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