Ein Stück mehr an Schul-Normalität im Anflug

Dort der Heimunterricht, hier die Lern-Betreuung an den Schulen. Nicht nur viele Eltern fordern den raschen Vollbetrieb in den Schulen ein.
© Hrdina

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck, Wien – Das Bildungsministerium rund um Heinz Faßmann (VP) wüsste bereits, was auf die Schulen nach dem bisher geplanten Ende des Voll-Lockdowns am 6. Dezember so alles zukommen könnte. Könnte, weil sich Bundeskanzleramt und Gesundheitsministerium mit der Festlegung der tatsächlichen Öffnungsschritte noch mit Blick auf die Entwicklung der Infektionszahlen bis morgen Mittwoch Zeit geben.

Gut informierte Kreise bestätigen der TT, dass das Hochfahren der Schulen laut Plänen des Bildungsministeriums so vonstatten gehen könnte:

Alle Sechs- bis 14-Jährigen (also die Volksschulen sowie die Sekundarstufe I) sollen mit 7. Dezember vom Fern- in den Normal-Präsenzunterricht wechseln. Womöglich aber unter Einhaltung verschärfter Hygienevorschriften. Ebenso an die Schulen zurückkehren sollen die Maturaklassen. Was die Sekundarstufe II betrifft (5. bis 7. Klasse), so scheint ein Schichtbetrieb, ähnlich jenem bereits vor dem Sommer, am wahrscheinlichsten. Die Richtschnur für die Schulen diesbezüglich könnt­e sein, dass in dieser Altersgruppe nie mehr als 50 Prozent gleichzeiti­g in den Klassen, respektive Schul­standorten, zugegen sein sollen. Für wie lange? Auch das soll, wie der Rest des vorläufigen Schulöffnungsplans, von den Infektions­zahlen abhängig gemacht werden.

Von Seiten des Landes zeigt man sich abwartend, ohne aber zu verhehlen, dass man sich rasch Klarheit erhoffe. Vorbereitet sei man für jegliches Szenario. Die Lehrer erhalten zudem dieser Tage ein zusätzliches „Motivationsschreiben“ von Landesrätin Beate Palfrader, um am Massentest teilzunehmen.

Indes will der Eltern-Verein der Schule am Inn in Innsbruck den Druck erhöhen. Die gestartete Online-Petition für eine Schulöffnung hielt gestern Abend bereits bei rund 8600 Unterstützern.


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