Kinder-Kletterhalle in Rum wird „RumKraxlerei“ heißen

Mitte Dezember starten die Arbeiten an Tirols erster Kinderkletterhalle in der Rumer Mittelschule. Zwei Monate später soll bereits der Kletterbetrieb anlaufen – freies Klettern für Kinder und Jugendliche inklusive.
© Marktgemeinde Rum

Rum – In der Kletterhalle in der Rumer Mittelschule haben später international bekannte Athleten wie Anna Stöhr, Jakob Schubert und David Lam­a einst erste Erfolg­e gefeiert. Nun wird die über 20 Jahre alte Anlage zur ersten Kinderkletterhalle Tirols umgestaltet (die TT berichtete bereits). Die Planungen sind inzwischen abgeschlossen, die Arbeiten starten Mitte Dezember. Bereits zwei Monate später soll der Kletterbetrieb Fahrt aufnehmen.

Auch der Name der besonderen neuen Kletterhalle steht schon fest: Kinder haben sich für „Kraxlerei“ entschieden, in Verbindung mit dem Namen der Marktgemeinde wurde daraus das Wortspiel „RumKraxlerei“ – in Anlehnung an andere Freizeit- und Veranstaltungseinrichtungen wie das „FoRum“.

In der Sportstätte sollen sich junge Menschen – zusätzlich zu einem vielfältigen Kursangebot – auch zum freien Klettern treffen können. Damit zeige man, „dass die Wünsche und Bedürfnisse auch von jungen Kletterern als wichtig erachtet werden“, erklärt Obmann Klaus Oberhuber vom Alpenverein Innsbruck. Routen und Boulder werden altersgerecht und nach Können der Kinder geschraubt. Insgesamt entstehen 70 Routen mit einer maximalen Kletterhöhe von zehn Metern. Routenbau und laufenden Betrieb übernimmt der Alpenverein, die Kosten für die neu gestaltete Wand trägt die Gemeinde (ca. 120.000 Euro).

Idee und Konzept der Kinderkletterhalle existieren laut Oberhuber bereits seit dem Jahr 2019 und stammen aus der Feder von Melanie Zipin, „einer leidenschaftlichen Kinderkletterlehrerin der ersten Stunde“. Sie und die Initiatorin und langjährige Leiterin der Rumer Kletterhalle, Christine Altstätter, hoffen nun sehr, dass den Kindern das Endergebnis gefallen wird.

Der Kursbetrieb soll ab 15. Februar 2021 anlaufen, der Anmeldestart ist für 23. Jänner geplant. Kletter- und Boulderkurse (mit je maximal acht Teilnehmern pro Gruppe für Anfänger und Fortgeschrittene) werden immer am Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag stattfinden. Dazu kommen „Zwergen-Kraxler-Kurse“ (maximal fünf Teilnehmer pro Gruppe).

Die Besonderheit, das freie Klettern und Bouldern, wird jeweils dienstags, mittwochs und freitags von 17 bis 20 Uhr möglich sein. Diese Freizeitaktivität wird laut Veranstaltern „nicht angeleitet, aber betreut und beaufsichtigt“.

Die Kletterhalle soll – in bestimmten Wandbereichen – übrigens so konzipiert werden, dass auch den Anforderungen des Leistungssportes Genüge getan wird. (TT, md)


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