Deponie für Bauprojekte in Jerzens vergrößert

Die Bodenaushubdeponie von Jerzens soll erweitert werden. Zwei Wohnbauprojekte und ein Hotelbau sorgen für Befüllung.

Von Alexander Paschinger

Jerzens – 2016 wurde der Gemeinde Jerzens ein­e Bodenaushubdeponie genehmigt. Noch ist sie nicht voll, soll aber in einem so genannten „vereinfachten Verfahren“ schon erweitert werden. Aus dem Fassungsvermögen von bislang knapp 18.000 m³ sollen künftig 61.741 m³ werden. Die Verhandlung findet am 15. Dezember statt.

„Wir haben in Jerzens bald großen Bedarf“, betont der Jerzener Bürgermeister Karl Raich und relativiert die Größe der gemeindeeigenen Anlage: Es gebe weitaus größere Deponien, auch in der Nähe – etwa jene beim Piller Moor mit über 100.000 m³.

Allein bei der neuen Mühlleite-Wohnanlage der WE werden 12.000 m³ Bodenaushub anfallen. Ab dem Frühjahr entstehen in drei Baukörpern 36 Wohneinheiten samt Tiefgarage für 52 Fahrzeuge. 18 Einheiten werden Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen auf Mietkaufbasis. Dazu kommen sechs Einheiten für betreubares Wohnen. Außerdem sind noch zwölf Personalwohnungen eingeplant. „Der Bedarf für dieses Wohnbauprojekt ist gegeben“, betont der Bürgermeister, der einer Abwanderung von jungen Gemeindebürgern durch Schaffung von Wohnraum entgegenwirken will. Die Gemeinde sei für die Vergabe verantwortlich. „Als jemand von einer Wohnung zurückgetreten ist, hatten wir gleich fünf Neuanmeldungen dafür“, so Raich.

Ein zweites Wohnbauprojekt hat die Zima mit dem „Bergjuwel“ ins Auge gefasst. Dabei entstehen – ebenfalls in drei Blöcken – 27 Eigentumswohnungen. Auch in dieser Hanglage fällt nicht wenig an Bodenaushub an – der Bürgermeister spricht von weiteren rund 9000 m³.

Komplettiert wird das bevorstehende Bauprogramm in der Pitztaler Gemeinde von einem neuen Ferienresort, das von der Alps Residence Holidayservice umgesetzt wird, die bereits das Hotel Panorama und das Pitztal Living in Jerzens bewirtschaftet. 126 neue Betten sollten im neue­n Ferienresort entstehen, es fallen wiederum 15.000 m³ Bodenaushub an.

Mit der ursprünglichen 18.000-m³-Deponie hätte man niemals das Auslangen gefunden, rechnet der Dorfchef vor. Dazu kommen freilich noch private Häuselbauer in der Gemeinde. „Daher haben wir vorsorglich gleich um die Erweiterung angesucht“, erklärt der Dorfchef.


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