Umfrage zeigt: Österreicher besitzen zu wenig Wissen bei Finanzfragen

Nur jeder Dritte kennt sich bei Finanz- und Risikofragen aus. Österreicher im Vergleich mit anderen Ländern leicht voran.

Österreich ist im Vergleich mit anderen Ländern leicht voran.
© dpa

Wien – Als erschreckend bezeichnet die Allianz-Versicherung das Ergebnis einer internationalen Umfrage zur Finanz- und Risikokompetenz der Bevölkerung. In Österreich hätten nur rund 36 Prozent der Befragten vier Fragen zu verschiedenen Finanz-Aspekten wie Zinsen, Inflation und Rechenkompetenz richtig beantworten können. Österreich lag damit etwas höher als Vergleichsländer wie Deutschland, die Schweiz oder Italien.

Besorgniserregend sei auch die große Lücke zwischen den Geschlechtern. 44 Prozent der männlichen Teilnehmer beantworteten die Fragen richtig, bei den Frauen aber nur 28 Prozent. „Frauen sind besonders gefährdet, weil bei ihnen oft geringeres Finanzwissen mit prekären Arbeitsverhältnissen und niedrigerem Einkommen zusammentrifft“, betont Anne Thiel, Finanzvorstand der Allianz Österreich.

Ähnlich schaut es in Sachen Risikokompetenz aus. Lediglich 31,1 Prozent der Österreicher konnten die gestellten Fragen richtig beantworten – die Geschlechterlücke fällt auch hier groß aus. Die Studie habe dabei gezeigt, dass finanzversierte Personen bei der Veranlagung eher auf Wertpapiere setzen – fehle die Finanzkompetenz, würden Cash und Bankeinlagen bevorzugt.

Um das immer noch geringe Interesse an wirtschaftlichen Themen zu steigern, sei auch die Branche gefragt. Es brauche einfache, verständliche und transparente Produkte und Services, so Thiel. (TT)

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