Tiroler Kombi-Shootingstar Lamparter: „Freue mich auf Mamas Schnitzel“

Der Rumer ÖSV-Kombinierer Johannes Lamparter (19) über den Traumstart in die Saison und seine vielleicht größte Stärke.

Nach seinem ersten Weltcup-Podestplatz am vergangenen Wochenende in Ruka (FIN) ist Johannes Lamparter hungrig auf weitere Erfolge.
© gepa

Ruka – Der Stern des 19-jährigen Tirolers Johannes Lamparter hat beim Weltcup-Auftakt in Ruka (FIN) hell zu leuchten begonnen. Mit den Rängen zwei, sechs und vier zeigte der Stams-Schüler (Matura im nächsten Jahr) in der Weltspitze auf. Mit der TT sprach der sechsfache Medaillengewinner bei Junioren-Weltmeisterschaften über den perfekten Saisonstart.

Wie geht es Ihnen nach dem ersten Weltcup-Podestplatz der Karriere?

Johannes Lamparter: Es geht mir sehr gut. Ich habe gewusst, dass ich super in Form bin, aber dass es bis ganz vorn­e mit dem Sprungsieg und dem ersten Podest reicht, hat mich selbst überrascht.

Als Gesamtdritter der Ruka-Tour dürfen Sie sich über 10.500 Schweizer Franken (9700 Euro) Preisgeld freuen. Gibt’s einen Wunsch, den Sie sich erfüllen?

Lamparter: So viel Preisgeld auf einmal gab’s natürlich noch nie, ich werde etwas ansparen. Das Wichtigste ist derzeit, gesund zu bleiben.

Sie haben sich mit Größen wie Jarl-Magnus Riiber (NOR) und Johannes Rydzek (GER) duelliert.

Lamparter: Ich bin jemand, der ehrgeizig ist, das ist vielleicht meine größte Stärke. Ich will den Besten Paroli bieten. In der Vorbereitung habe ich mit Trainer Jochen Strobl viel an der Langlauf-Technik gearbeitet. Riiber und Rydzek sind faire Sportsmänner, Gratulationen von ihnen sind fürs Selbstvertrauen sehr cool.

Morgen geht es von Finnland retour nach Hause. Worauf freuen Sie sich am meisten?

Lamparter: Einfach aufs Heimkommen und wenn ich von der Mama ein Schnitzel bekomme. Ein paar Sonnenstunden wären auch schön.

Das Training beginnt in Rum vor der Haustür.

Lamparter: Ich bin zu jeder Tageszeit viel unterwegs. Es kommt vor, dass ich mit dem Papa bei Dunkelheit mit der Stirnlampe auf die Rumer Alm gehe. Irgendwann will ich auch beim Ötztaler Radmarathon mitfahren.

Sie sind U17-Staatsmeister im Gewichtheben. Kann man davon als Kombinierer profitieren?

Lamparter: Jeder kennt die klassische Kniebeuge. Ein Vorteil ist, dass ich die sehr sauber mache und beim Skispringen in der Anfahrtsposition ein gutes Gefühl habe.

Mit welchen Erwartungen blicken Sie auf den Heim-Weltcup in Ramsau vor Weihnachten (19./20.12.)?

Lamparter: Heim-Weltcups sind immer etwas Besonderes. Ich will auf der Schanze und auf der Loipe meine Leistung bringen.

... und dann im Februar zur WM nach Oberstdorf?

Lamparter: Mein Ziel ist zuerst die Junioren-WM in Lahti (FIN). Wenn ich nach Oberstdorf darf, fahr’ ich gerne, das ist aber noch ein weiter Weg.

Das Gespräch führte Benjamin Kiechl


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