Promi-Schätze bei Flohmarkt in Fügen unterm Hammer

Von Vivienne Westwood über Kanzler Sebastian Kurz bis Hermann Maier – für einen Promiflohmarkt sammelt die Fügenerin Maria Mayer ganz Persönliches von Prominenten.

Josef Geisler (Tiroler Fußballverband) übergab Maria Mayer jede Menge Raritäten für ihre Auktion.
© Mayer

Von Eva-Maria Fankhauser

Fügen – Ein Fußball, ein paar Bücher, Shirts, eine Holzstatue und Medaillen – am Tisch von Maria Mayer sammeln sich immer mehr Dinge. Doch das sind nicht einfach nur ein paar Alltagsgegenstände, sondern ganz besondere und vor allem persönliche Exponate von bekannten Persönlichkeiten. Mit all diesen Geschenken will die Fügenerin einen Promi-Flohmarkt mitsamt Versteigerung organisieren.

Rund 20 Exponate sind bereits zusammengekommen. „Das Highlight ist derzeit wohl der Fußball, der von der österreichischen Nationalmannschaft signiert wurde“, sagt Mayer. Zudem gibt es Fußbälle und Shirts, die von den Spielern von WSG Wattens und Wacker Innsbruck signiert wurden, zu ersteigern. Groß­e Freude hat die Fügenerin auch mit einer selbstgemachten Patchworktasche von LR Gabi Fischer sowie mit den kostbaren Olympia-Medaillen von LHStv. Josef Geisler. Gespannt darf man auch auf die Spende von Vivienne Westwood und Andreas Kronthaler sein. „Das sollte demnächst ankommen“, verrät Mayer. Weiters gibt es persönliche Gaben von den Bundesministern Karl Nehammer, Leonore Gewess­ler sowie Christine Aschbacher, aber auch von der steirischen Popband All­e Achtung, Herman­n Maier, Manni Pranger oder Rallyefahrer Matthias Walkner.

Mit etwa 20 weiteren Exponaten von Prominenten rechnet Mayer noch. „Bei einigen muss ich wohl einfach noch mal nachhaken, in Zeiten wie diesen kann so eine Anfrage schon mal untergehen“, meint sie und nimmt es locker. Von Bundeskanzler Sebastian Kurz bis Ex-Profisportler Leonard Stock sollen noch Spendenstücke eintrudeln. Der Erlös des Promiflohmarktes geht an die Kinderkrebshilfe Schwaz.

An die vielen Kontakte heranzukommen, war für die Fügenerin zum Teil gar nicht so einfach. „Da habe ich alle meine Freunde und Bekannten angezapft, um dann über fünf Ecken an eine Adresse zu kommen“, erzählt Mayer. Die Antworten auf ihr Schreiben fielen ganz unterschiedlich aus. Die einen schickten sofort etwas, andere meldeten sich gar nicht retour. „Vom Bundespräsidenten hat man mir ausgerichtet, dass sein Spendenkontingent ausgeschöpft sei. Das hat mich schon etwas enttäuscht“, erzählt Mayer. Über ihre Tochter, die in New York lebt, hat sie sogar versucht, an Arnold Schwarzenegger heranzukommen. „Leider hat er noch nichts von sich hören lassen“, scherzt sie. Dafür freut sie sich über jedes erhaltene Exponat umso mehr.

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Der Promiflohmarkt sollte eigentlich im Advent stattfinden, muss aufgrund von Corona aber aufs Frühjahr verschoben werden. „So habe ich mehr Zeit zum Sammeln“, sagt Mayer mit einem Augenzwinkern. Es gebe auch schon viele positive Rückmeldungen und Zusagen von Leuten, die zur Auktion kommen wollen. Manche haben Mayer auch gefragt, warum sie sich die Arbeit antue. „Ich habe schon jetzt eine Riesengaudi, wenn ich merke, dass ich etwas bewegen und anderen eine Freude bereiten kann. Das ist für mich keine Arbeit“, sagt Mayer. Und das, obwohl sie schon seit Monaten sammelt, telefoniert, Briefe und E-Mails schreibt, um viele tolle Exponate zu erhalten. Viel Mühe, aber „das passt scho“. Denn Mayer ist glücklich, wenn sie anderen helfen kann. Eine Frau mit dickem Adressbuch und großem Herz.


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