LASK und Rapid werden für Londoner Klubs zum Derby-Gradmesser

Bevor sich Tottenham und Arsenal am Sonntag im legendären Nordlondon-Derby duellieren, geht es heute gegen rot-weiß-rote Clubs.

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Tottenham-Trainer José Mourinho.
© gepa

Linz, London, Moskau –„The Special One“ („Der Spezielle“) hat sich zuletzt kurzerhand in „The Experienced One“ („Der Erfahrene“) umgetauft. Und im Wissen, dass am Wochenende (Sonntag) das prestigeträchtige Derby gegen Arsenal ansteht, setzt Tottenham-Trainer José Mourinho heute (21 Uhr, live Puls 4) gegen den LASK auf den zweiten Anzug. Kein Toptorjäger Harry Kane, kein Abwehrchef Toby Alderweireld und auch kein Edeltechniker Erik Lamela. „Alle verletzt“, lautete Mourinhos Kommentar.

Von einer B-Elf („Das wäre respektlos“) wollte LASK-Coach Dominik Thalhammer freilich nichts wissen: „Wir we rden uns nicht vor Tottenham verneigen und in Ehrfurcht erstarren. Am Ende des Tages wäre ich sehr zufrieden, wenn Mourinho sehr unzufrieden wäre, denn dann hätten wir ihnen einen schwierigen Abend bereitet.“

Der ersatzgeschwächte LASK – ohne die verletzten Marko Raguz, Husein Balic und Petar Filipovic sowie den gesperrten Gernot Trauner – wird heute wohl sogar einen Sieg brauchen, um die Aufstiegschance zu wahren.

Mourinho warnte jedenfalls: „Wir haben sie im Heimspiel (3:0, Anm.) relativ einfach geschlagen, aber dieses Spiel – ich kenne sie sehr gut – reflektiert nicht die Kräfteverhältnisse zwischen den zwei Teams.“ Nachsatz: „Ich bezeichne den LASK noch immer als unseren stärksten Gegner in dieser Gruppe.“

Wer das stärkste Team in der Rapid-Gruppe B ist, beantwortet der Blick auf die Tabelle: Arsenal hat bislang jedes Match gewonnen und steht im Achtelfinale – die „Gunners“ werden heute (21 Uhr, live DAZN) gegen Österreichs Rekordmeister sozusagen auf die „Young Guns“ setzen. Das Duell sorgt in Großbritannien aber aus anderen Gründen für Schlagzeilen, es ist nämlich das erste Match eines Premier-League-Vereins mit Zuschauern seit Pandemie-Beginn. Erstmals seit neun Monaten sind Fans im 60.000 Menschen fassenden Emirates Stadium zugelassen, 2000 Personen dürfen die Drehkreuze passieren.

Rapid kann das Duell mit dem regierenden FA-Cup-Sieger jedenfalls relativ entspannt angehen. Selbst bei einer Niederlage gegen die „Gunners“ und einem gleichzeitigen Heimsieg von Molde über Schlusslicht Dundalk könnten die Hütteldorfer am 10. Dezember im Allianz Stadion gegen die Norweger aus eigener Kraft Gruppenplatz zwei und damit den Aufstieg ins Sechzehntelfinale fixieren.

„Unser Ziel ist dieses Entscheidungsspiel gegen Feyenoord, dem wollen wir alles unterordnen. Das hat sich die Mannschaft mit den guten Leistungen verdient“, betonte indes WAC-Trainer Ferdinand Feldhofer vor dem heutigen Duell (18.55 Uhr, live DAZN) mit ZSKA Moskau. Um dieses Ziel zu erreichen, muss wohl in der russischen Hauptstadt ein Punkt her – so wie beim 0:0 im Hinspiel im Wörthersee-Stadion.

Mit Ausnahme des Ex-Wackerianers Cheikhou Dieng traten alle Stammspieler die Reise nach Moskau an. Also auch der Tiroler Matthäus Taferner, der mit dem WAC am Sonntag (14.30 Uhr) dann in der Heimat bei der WSG Tirol gastieren wird. (t.w.)

Europa League, 5. Gruppenspieltag

Gruppe A:

CFR Cluj – ZSKA Sofia 21.00 Uhr

AS Roma – YB Bern 21.00

Gruppe B:

Arsenal – Rapid Wien 21.00 (live DAZN)

Molde – Dundalk 21.00

Gruppe C:

OGC Nizza – Leverkusen 21.00 (live RTL Nitro)

Slavia Prag – Beer Sheva 21.00

Gruppe D:

Benfica – Lech Posen 21.00

Glasgow Rangers – Lüttich 21.00

Gruppe E:

Granada – PSV Eindhoven 21.00

O. Nikosia – PAOK Saloniki 21.00

Gruppe F:

Alkmaar – Napoli 21.00

R. Sociedad – Rijeka 21.00

Gruppe G:

AEK Athen – Braga 18.55

Luhansk – Leicester 18.55

Gruppe H:

AC Milan – Celtic 18.55

Lille – Sparta Prag 18.55

Gruppe I:

Karabach – Maccabi Tel Aviv 18.55

Sivasspor – Villarreal 18.55

Gruppe J:

LASK – Tottenham 18.55 (live Puls 4, DAZN)

Antwerpen - L. Rasgrad 18.55

Gruppe K:

ZSKA Moskau – WAC 18.55 (live DAZN)

Feyenoord – D. Zagreb 18.55

Gruppe L:

RS Belgrad – Hoffenheim 18.55

Gent – Slovan Liberec 18.55


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